Hallo liebe Freunde, ich war wieder auf Reisen. Ihr könnt mich auf der Seite  "Tagebuch Skandinavien" und Folgende, verfolgen.

Es gibt eine neue Web Adresse von uns, hier sind Berichte über Europa und Kanada zu finden. www.loisguenter.de

Hier eine Empfehlung für Kanada

www.wohnmobil-helden.de/Wohnmobil-Kanada.html">Wohnmobile in Kanada</a> gibt es bei wohnmobil-helden.de.

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1. Bericht

Reisebericht ueber die Panamericana von Günter Limbach, Bilder bis zum Bericht 30 sind im Fototagebuch zu sehen.


Das neue Wohnmobil ist da, Ihr könnt es auch auf der Seite "unsere Wohnmobile" unter der Rubrik "Unsere Fahrzeuge" sehen.

25.6.06 Unsere Reise beginnt um 7 Uhr in Hannover. 

 Auf dem Weg nach Hamburg treffen wir Ingrid und Herbert. In Hamburg kommt noch Horst dazu, wir sind dann gemeinsam in den Freihafen gefahren.

Treffpunkt in Hamburg

Unsere Fahrzeuge konnten noch nicht zum Schiff, wir werden von einem Shuttle Bus abgeholt und zum Schiff gebracht, dort werden wir in unsere Kabinen eingewiesen. Um 21 Uhr konnten wir dann unsere Wohnmobile auf das Schiff fahren. Endlich kommt dann auch der Lotse an Bord und um 0.30 Uhr legte das Schiff ab in Richtung Tilbury.

Mein LMC wartet auf die Verladung

Der LMC ist im Bauch des Schiffes.

Ein letzter Blick über Hamburg.

26.6.06 Das Schiff ist einfach unvorstellbar groß! 214 m lang und 37 m hoch.
Es fährt unter italienischer Flagge, die Besatzung besteht vorwiegend aus Italienern und  einigen Asiaten. Ein Glücksfall ist für uns der italienische Koch, der uns mittags und abends mit 3-Gänge-Menüs verwöhnt. Wie gut, dass wir keine Waage dabei haben. Das gute Essen entschädigt uns dafür, dass wir unsere Kabine und das Bad erstmal gründlich reinigen mussten um darin die nächsten Wochen zu verbringen.

Das Heck des Schiffes mit Rampe.

Unser Platz in der Offiziersmesse mit Steward

Unser italienischer Koch mit Steward in der Schiffsküche

27.6.06 Während der Seefahrt nach Tilbury, wo wir in der Nacht zum 27.6. eingetroffen sind, herrschte ruhige See und sehr schönes Wetter. Nach dem Frühstück (findet um 8 Uhr statt) mussten die Wohnmobile vom Schiff gefahren werden wegen neuer Be- und Entladung. Wir vertreiben uns die Zeit mit Sonnenbaden auf Deck oder Tischtennis im Fitnessraum. Nach Ansage des 1.Offiziers werden wir so gegen 21 Uhr diesen Hafen verlassen, um nach Antwerpen zu fahren. Es kommt mir allerdings so vor, als wenn hier niemand die Zeiten so recht weiß.( um 13 Uhr sollten die W-mobile wieder aufs Schiff,  jetzt ist es 16.20 und gerade dürfen wir wieder auffahren.

Das Ablegen aus dem Hafen in der Nacht haben wir verschlafen und als wir morgens aufstanden, lag das Schiff bewegungslos auf dem Meer. Auf Nachfrage bei der Crew erfuhren wir. dass wir nun 6 Std. hier liegen bleiben würden bis der Lotse an Bord kommt. Wir haben Gymnastik gemacht, uns gesonnt und gelesen bis um 14 Uhr die Fahrt weiter ging. Um 22 Uhr liefen wir in den Hafen von Antwerpen ein. Es wurde Mitternacht bis das riesige Schiff nach Millimeterarbeit durch die Schleuse seinen Liegeplatz erreichte. Am nächsten Tag haben wir einen Landausflug in die Innenstadt vo Antwerpen gemacht, ein sehr schöne Hafenstadt.


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2. Bericht


30.07.06 Die Ausfahrt aus dem Hafen in den frühen Morgenstunden haben wir wieder verschlafen. Als wir aufwachten war es neblig und fing dann auch an zu regnen. Gegen Mittag kam die Sonne wieder durch aber auf Deck war es kühl und windig.
Die Crew auf diesem Schiff ist sehr freundlich. Der Kapitän lässt uns jederzeit auf die Brücke und beantwortet geduldig alle unsere Fragen. Auf den vielen verwirrenden Gängen dieses riesigen Schiffes finde sogar ich mich inzwischen ganz gut zurecht.
Gerade hat das Lotsenschiff wieder den Lotsen an Bord gebracht, um uns sicher in den Hafen von Le Havre zu bringen. Ich gehe jetzt an Deck. um die Hafeneinfahrt zu beobachten. Eine spannende Sache!

31.07.06 Wir liegen im Hafen am Containerkai um 15.00 wird das Schiff umgelegt, um PKW aufzuladen.
01.08.06 Um 14 Uhr haben wir dann endlich den Hafen verlassen. Das Wetter hat sich leider verändert. Es war so stürmisch, dass man sich nicht auf Deck aufhalten konnte. In der Nacht hat das Schiff ganz schön geschaukelt, sodass Ingrid sich schon vor dem Frühstück seekrank ins Bett legen musste.
02.08.06 Der Kapitän hat uns heute um 11 Uhr zum Aperitif eingeladen. Der Koch hat uns dazu leckere Scampis serviert.

Der Kapitän kostet schon mal vor.

Herbert und Horst warten auf die Getränke, stilecht im Plastikbecher

Dabei haben wir erfahren, dass das Schiff außer Containern noch fast 2000 Autos geladen hat.
Das Wetter ist auch heute ziemlich windig aber nicht so kalt. Durch den Nebel und ziemlich hohe Wellen kann man nur ab und zu schemenhaft ein Schiff vorbeifahren sehen.
Um 14.00 Uhr hatten wir Gelegenheit, den Maschinenraum zu besichtigen. Nach dem Höllenlärm und der Hitze in der“ Unterwelt“ schmeckte der Wein dann besonders gut.

03.08.06 Ein Tag auf See ohne besondere Vorkommnisse, nur faul auf der Liege gelegen und die Sonne genossen


04.8.06
Heute Morgen sind wir in Casablanca gelandet. Nachdem wir die letzten Tage nur Wasser gesehen haben, konnten wir von Bord gehen und uns die Stadt ansehen. Nach mehreren Irrwegen durch den Hafen sind wir dann bei Affenhitze zur Moschee gegangen. Es ist wohl die größte Moschee der Welt. 20000 Menschen können dort Platz finden Das gesamte dazugehörige Gelände ist riesig groß, alles mit Marmor gepflastert. Da die Gläubigen gerade das Freitagsgebet abhielten, konnten wir nicht hineingehen.

Die große Maschee in Casablanca


Das 100 m hohe Minarett

Wir haben dann noch einen Gang über den Bazar gemacht und Sandalen gekauft.
Wieder auf dem Schiff haben wir unsere Dusche und die klimatisierte Kabine genossen.
Nachdem wir wieder auf hoher See waren, hatten wir noch ein schönes Erlebnis. Ganze Schwärme von fliegenden Fischen tauchten plötzlich auf. Sie waren ca. 8 cm lang und fast durchsichtig. Aus dem Wellenkamm sprangen sie hoch, breiteten ihre Seitenflossen aus, bewegten diese wie Flügel und flogen bis 100 m über das Wasser.
08.8.06 Heute sind wir in Dakar, Sambia, gelandet. Leider konnten wir das Schiff nicht verlassen, sodass wir das rege Treiben und Handeln im Hafen nur von Bord aus beobachten konnten. Nachts hat das Schiff wieder abgelegt und am Morgen des
09.o8.o6 haben wir im Hafen von Banjul, Gambia, angelegt. Trotz aller Warnungen der Crew sind wir an Land gegangen. Es war total ungefährlich, die Menschen waren sehr freundlich und begrüßten uns mit Welcome to Gambia.
Es ist hier erdrückend heiß und das Leben so, wie man sich Afrika vorstellt. Unser gemieteter Führer Abdullah zeigte uns den großen Market, auf dem man wirklich alles kaufen kann. Die Gerüche in den Fleisch- und Fischgassen haben meinen Geruchsinn schon arg strapaziert.

Von Banjul aus sind wir weiter Richtung Süden gefahren, haben in Conakry/Guinea und Freetown/Sierra Leone angelegt. Beide Städte haben nicht den Eindruck gemacht, dass wir Sie besuchen sollten. Außerdem kam hinzu, dass in Freetown einige Krankheiten, wie Gelbfieber, verbreitet waren. Wir haben uns vom gesicherten Schiffsdeck das Treiben im Hafen angeschaut.

Unterwegs auf dem offenen Meer

Der sehr freundliche und zugängliche Kapitän hatte uns zugesagt, dass in den Häfen in Westafrika immer jemand von der Mannschaft auf unsere Fahrzeuge aufpasst und wir deswegen keine Angst vor Einbruch haben brauchten. Insgesamt haben wir den Eindruck, das Kapitän und Besatzung uns zuvorkommend behandeln, wir bekommen auf all unsere Fragen Antworten und können alles besichtigen. Die Brücke ist immer für uns zu betreten, selbst wenn der Lotse an Bord ist und wir in den Häfen einfahren. Es ist bisher sehr kurzweilig. Wir haben zum Koch, (Italiener) und Stuart (Philippine) ein gutes Verhältnis und werden mit Essen und Trinken (Wein, Bier und Mineralwasser) immer verwöhnt. Von Freetown werden wir in 5 Tagen und 11Stunden nach Vitoria/Brasilien fahren und dabei den Äquator überqueren. Der Kapitän hat uns eine zünftige Taufe versprochen, warten wir es ab.

Am 13. August sind wir um 13.19 Uhr über den Äquator gefahren.

Neptun, in Person unseres Kochs Andrea bestrich uns mit Schokolade, anschließend wurden wir von 2 Seekadetten mit dem Feuerwehrschlauch abgespritzt. Es war wohl eine zünftige Äquatortaufe. Der Kapitän gab ein Runde Sekt aus und übergab uns eine Urkunde. Wir haben bis in den Abend gefeiert, der dann mit einem Barbecue endete.

3. Bericht vom 16. Bis zum 30.08.2006

Nach 6 Tagen Fahrt über den großen Ozean, haben wir am 16.08. den amerikanischen Kontinent, in Vitoria/Brasilien erreicht. Es ist schon ein wenig bedrückend wenn man nur Wasser sieht und das Schiff nicht verlassen kann. Aber wir haben es auch ohne Schaden an Körper und Geist überstanden.


In Vitoria hatten wir 24 Stunden Aufenthalt und konnten somit ausgiebig an Land gehen. Am ersten Tag sind wir ein wenig durch die Hafengegend
gebummelt, haben eine Taxifahrt zum Stadtstrand gemacht und sind anschließend in einer Hafenkneipe gelandet, wo auch ein Teil der Mannschaft sich aufhielt. Die Damen des Gewerbes ließen uns allerdings zufrieden, waren wir doch mit unseren Frauen dort, wir konnten das Treiben aber gut beobachten.


Die Damen in einer Hafenkneipe

Die Schiffsmannschaft bei den Damen.

Eine der Damen wollte Herberts Geld er macht aber  die Augen zu und trinkt lieber sein Bier.

Am nächsten Tag haben wir in dem hafennahen Stadtteil einen bunten Markt besucht und endlich eine Internetmöglichkeit gefunden, konnten die E-Mails lesen (74) und unsere Website bearbeiten.

Ein schöner, bunter Markt in Viktoria.

Gerhild lauscht den Markschreiern.

In der Nacht sind wir dann losgefahren, haben kurze Aufenthalte in Rio, Santos, ohne Landgang gehabt.

Sonnenuntergang über Santos.

Der Zuckerhut von Rio vom Schiff aus gesehen.

Dann sind wir in den Rio de la Plata eingefahren, er ist an der breitesten Stelle 50 km, aber sehr flach und die sehr schmale Fahrrinne wird jeden Tag entschlammt. Unser Schiff hatte teilweise nur 1 m Wasser unterm Kiel. Dann sind wir durch den Rio Parana, der dann nur noch 100 m breit wahr, unser Schiff war schon 37.m breit, nach Zarate, unsere erste Station in Argentinien, gefahren.

Der Rio Parana, es war nich viel Platz, weder nach unten noch nach rechts und links.

Nach einem längeren Landgang und einer Nacht im Hafen sind wir dann in der Frühe des nächsten Tages nach Buenos Aires gefahren, dem Ziel unserer langen Schiffsreise.


Die Hafeneinfahrt von Buenos Aires.

 Am 26.08. um 16.oo Uhr sind wir mit unsern Fahrzeugen durch das Hafentor gefahren, wo wir von meinem Faustballfreund Roberto Hoenigezs begrüßt wurden. Ich hatte Roberto über Internet kennen gelernt, aber persönlich noch nicht getroffen. Die Freude war groß. Roberto hatte für uns und unsere anderen Reiseteilnehmer, die ja schon 14 Tage vor uns da waren, bei einem deutschen Sportclub einen guten Stellplatz besorgt. Wir haben dort eine schöne Zeit gehabt und wurden von Roberto sehr gut betreut.

Unser Stellplatz in Buenos Aires, die 7 Fahrzeuge sind nach der Schiffahrt vereint.

Die Truppe nach den Schifffahrten wieder vereint.

An dieser Stelle möchte ich mich, insbesondere bei Roberto, aber auch bei Heino in Deutschland bedanken. Heino hat mir viele Adressen in Südamerika besorgt, sodass wir in Argentinien, Brasilien und Chile von Faustballfreunden Hilfe bekommen werden.
Bei recht schönem Wetter, zurzeit ist Winter in Südamerika, haben wir uns Buenos Aires angeschaut. Neben den vielen interessanten Dingen in BA, unter anderem die Besichtigung des Teatro Colon, gab es einmal am Sonntag den wunderschönen und interessanten Flohmarkt auf dem Plaza Dorrego, wo neben dem Flohmarkt auch viele Darbietungen von den Menschen geboten wurden. Sehr schön war, es den vielen Tangotanzpaaren zuzuschauen. Außerdem wurde an jeder Ecke von Musikern argentinische Volksmusik gespielt.

Theater Colon in Buenos Aires.

Placa Armas

Der große Obelisk, erbaut zur 400 Jahrfeier von Buenos Aires.

Tangotänzer auf der Strasse

Tangotänzer auf der Bühne

Ich hab's auch probiert, leider ein wenig verwackelt

Das Zweite interessante Erlebnis war das Flanieren auf den beiden Einkaufsstrassen, der Calle Lavalla und der Florida, ein wahres Einkaufparadies mit Preisen, vor allen Lederwaren, die traumhaft waren.

Sehenswert war auch der Stadtteil La Boca, wo nicht nur das Stadion der Boca Juniors war, sondern auch wunderschöne Straßen mit bunt bemalten Häusern, wo kleine Restaurants und Künstlerkneipen einluden zum Verweilen. Tangovorführungen konnte man hier auch auf den Strassen bewundern.

Spaziergang in Boca.

Die Häuser wurden erbaut mit Blechen von angestrandeten Schiffen und dann bunt angemalt.

Auch im Stadtteil Boca wurde überall Tango getanzt.

Ein interessantes Haus in Boca.


Am 30.08. sind wir dann morgens mit der Fähre über den Rio de la Plata nach Uruguay gefahren.

Abschied von Buenos Aires

Nachdem wir den Campingplatz in Montvideo, der im Reise Know How beschrieben war, nicht gefunden hatten, auch auf dem Polizeirevier kannte man ihn nicht, haben wir auf dem Parkplatz eines Hotels unsern Stellplatz gefunden. Am nächsten Tag haben wir uns Montevideo angeschaut, eine zum Teil schöne und saubere Stadt. Sehr schön war der Besuch in der Hafenmarkthalle, man sollte allerdings nur mit leeren Magen hingehen, denn das Essensangebot ist riesig und dazu noch sehr preiswert.

Von einer alten Festung aus der Blick über Montevideo.

Das Parlamentsgebäude von Uruguay.

Der berühmte Palacio Salvo in Montevideo.

Ein Einwanderdenkmal in Montevideo.

Der Stadtstrand von Montevideo, es ist allerdings Winter.

4. Bericht vom 01. bis zum 07.09.06

Am 1. September sind wir von Montevideo entlang der Küste in Richtung Brasilien gefahren und haben die Urlaubsorte Punta del Este, ein Ort wie Westerland, und La Paloma besucht. Hier machen wegen der niedrigen Preise, junge Leute Urlaub. In La Paloma haben wir auf einem Campingplatz der wunderschön am Meer gelegen ist, 2 Nächte verbracht. Da zurzeit Winter ist, war der Platz, wie auch alles Andere im Ort, geschlossen. Ein sehr freundliches Pächterehepaar hat uns aber erlaubt, auf dem Platz zu stehen. Leider war das Wetter nicht sehr gut. Am 2. Tag hat es nur geregnet und es war sehr kalt. La Paloma ist dafür bekannt, dass zwischen Juli und November vor der Küste sich Bartenwale zur Paarung treffen, wir haben leider keinen Wal gesehen, wegen der Kälte sind auch keine Boote raus gefahren. Am nächsten Tag sind wir zur Festung Santa Teresa gefahren. Unterwegs, auf einer Nebenstrecke, -rote Schotterpiste- sind wir immer wieder durch Palmenwälder gefahren, eine wunderschöne Landschaft mit sehr freundlichen und hilfsbereiten Menschen. Unsere Fahrzeuge sahen nach dem Regen und der roten Piste entsprechend aus.

Palmenwald in Paraguay.

Im Hafen von La Paloma.

Heide und Günter auf dem Leuchtturm von La Paloma

Die Festung Santa Teresa im Norden von Uruguay

Von Santa Teresa aus sind wir zur uruguayischen-brasilianischen Grenzstadt Chui gefahren. Hier sollte wegen der Freihandelszone ein Einkaufparadies sein, wir haben aber nichts gefunden was preiswert und gut gewesen wäre. Die Grenzabfertigung war auf beiden Seiten problemlos, Zoll- wie auch Grenzpolizei waren sehr freundlich und hilfsbereit. Wir fuhren durch ein Sumpfgebiet “Pantanal Gaucho”. Auf der 15 km langen Strasse durchs Pantanal konnten wir immer wieder seltene Vögel und Sumpf.- oder Wasserschweine, die als größte Nager bekannt sind, beobachten.

Sumpf und Wasserschweine kurz hinter der brasilanischen Grenze.

Graugänse im Anflug.

Unsere erste Nacht in Brasilien haben wir auf dem Parkplatz einer Polizeistation an der BR392 bei Pelotas verbracht. Wir haben sicher und ruhig geschlafen. Am nächsten Morgen haben wir uns mit kleinen Geschenken von den sehr freundlichen Polizisten verabschiedet und sind nach Porto Alegre gefahren. Kurz vor der Stadt wurden wir von Claus Süffert und seiner Schwester sehr herzlich in Empfang genommen und zu der Anlage des Sportvereins SOGIPA geführt. Auf dieser Anlage haben wir einen wunderschönen und sicheren Stellplatz gefunden. Claus und Karin hatten für uns am Abend im bayrischen Haus ein Treffen mit dem Verein der Haberer organisiert. Die Haberer wurden vor über 100 Jahren, zu Pflege der deutschen Kultur, von bayrischen Einwanderern gegründet. Wir hatten einen sehr schönen Abend bei Bier und Gesang von deutschen Volksliedern. Die anwesenden Mitglieder der Haberer waren melodie- und textsicher. Die Frauen des Vereins hatten für uns Salate, belegte Brote und selbstgemachten Senf serviert.

Ankunft im deutschen Sportverein SOGIPA in Porto Alegro

Im 100 Jahr alten Haberer Club des Sportvereins SOGIPA.

Alles echt Bayrisch.

Es gab zünftiges bayrische Essen und Bier.

Claus Süffert im Gesprch mit Jürgen Linde.

Der Vorsitzende des Vereins und Klaus Süffert zeigten uns stolz das 100 Jahre alte Gästebuch, der Umschlag ist aus Holz.

Am nächsten Tag haben wir unter der fachkundigen Führung von Karin, eine Stadtrundfahrt durch Porto Alegro gemacht. Abends sind wir dann auf einem Cauchofest gewesen. Hier wurden wir von einem befreundeten Caucho-Club von Claus eingeladen an einem Caucho Essen teilzunehmen. Es wurden gegrilltes Fleisch und Würste angeboten. Es schmeckte uns sehr gut, dazu gab es Bier und lokalen Rotwein. Unterhalten wurden wir von 2 Musikanten, die uns mit Cauchomusik zum Tanz und zur Unterhaltung aufspielten. Ich möchte mich hiermit bei Karin und Claus für Ihre Organisation unseres Aufenthaltes in Porto Alegre recht herzlich bedanken, wir fühlten uns sehr wohl und werden oft an Porto Alegre zurück denken.

Unterwegs treffen wir auf eine Reitergruppe Couchos

Riesige Fleischmengen auf dem Grill.

Für Nachschub wird gesorgt.

Die Couchos unterhielten uns mit Gesang und Tanz.

Von Porto Alegre aus sind wir Westlich zur brasilianischen Weinstrasse gefahren. Wir merkten hier schnell, dass wir uns in einem Gebiet befinden, wo Einwanderer aus Italien sich nieder gelassen hatten. Herrlich klingende italienische Namen an Hotels, Restaurants und Weingüter und die Landschaft, gaben uns das Gefühl, wir fahren durch Italien. Wir haben dann auch auf einem Italienischen Weingut einen schönen Stellplatz gefunden. Wo wir nach einer Kellerbesichtigung und einem guten Abendessen eine ruhige Nacht verbrachten.

Wir haben neben einem Weinfass übernachtet

5. Bericht vom 09. bis zum 19.09.06

Nachdem wir unsere Gasflaschen gefüllt haben sind wir auf der Rota Romantica nach Canela gefahren. Die Fahrt über Berg und Tal, auf nicht immer guten Strassen, war sehr abwechslungsreich. Die Orte und Häuser waren aber nach wie vor geprägt vom italienischen Einfluss. Übernachtet haben wir im Parque do Caracol unter Araukanien. Leider hat es die ganze Nacht und am nächsten Tag stark geregnet, so das wir uns den Park nicht anschauen konnten. Am nächsten Tag sind wir über Cambara do Sul in den Parque Apardos da Serra gefahren, um uns den Canion do Itaimbenzinho anzuschauen. Leider hingen die Wolken sehr tief, sodass wir den Canion nicht sehen konnten. Die Schotterstrasse, die nach Torres führte, war durch den Regen der letzten Tage sehr beschwerlich zu befahren, unsere Fahrzeuge wurden das erste Mal richtig gefordert. In Torres haben wir einen guten Stellplatz gefunden, wo wir an der Tankstelle nebenan, unsere Fahrzeuge von dem roten Dreck der Schotterstrasse reinigen konnten.

Auraukanien, seltene Bäume in Brasilien.


 Am 11.09.  sind wir dann nach Floria Napolis gefahren, haben auf der Insel Santa Catarina an einer Lagune 3 Tage gestanden, uns am Strand gesonnt und unser Seele baumeln lassen. Am Strand, es war fast 30 Grad warm, haben wir zum ersten Mal im Atlantik gebadet und das brasilianische Strandleben genießen können. Die Aussichten waren schon schön (siehe Foto).


Die schönen Aussichten am Strand.

Schöner leerer Strand auf Santa Catarina.

Horst geniesst in Floria Napolis ein kühles, frisch gezapftes Bier.

Nachdem wir uns ein wenig erholt hatten, sind wir weiter gefahren nach Blumenau, einer Stadt mit 40% deutschstämmigen Einwohnern. Die Stadt hatte nicht viel zu bieten, sodass wir am nächsten Tag weiter gefahren sind nach Curitiba, eine 2 Mill. Stadt. Hier wurden wir am Stadtrand von Arno Kindler, einem Faustballfreund, empfangen und zum deutschen Sportclub Doque de Caxias geführt. Der Empfang im Club war sehr freundlich und wir hatten für die nächsten 3 Tage einen guten und sicheren Stellplatz, mit Infrastruktur vom Feinsten.

Unser Stellplatz im Club.

Der Präsident Manuel de Oliveira Macedo hat uns dann abends zum Grillen eingeladen, dabei hatten wir gute Begegnungen mit den Clubmitgliedern.

Am nächsten Tag sind wir mit Marion Kindler durch die Altstadt von Curitiba gelaufen, eine sehr schöne und saubere Stadt mit fröhlichen und aufgeschlossenen Menschen. In Curitiba leben die Nachkommen von 22 Nationen, die Ende des 19. Jahrhunderts hier eingewandert sind. Ein großer Teil ist deutschstämmig und wir wurden immer wieder auf deutsch angesprochen.

Fussgängerzone in Curitiba.

Am Samstag hatte Arno eine Fahrt mit dem Gebirgszug zur Küste organisiert, leider hat es nur geregnet und wir konnten von der schönen Landschaft wenig sehen. Es war trotzdem eine interessante und und schöne Fahrt mit dem alten Zug.


Es war leider nicht viel zu sehen.

Am Ende der Zugfahrt wurden wir wieder versöhnt dur einen schönen Urwald.

und mit einer wunderschönen Bananenblüte.

6. Bericht vom 20. bis 25.09.06

Auf dem Weg nach Rio haben wir in Parati für 2 Tage halt gemacht, wir sind begeistert von dieser Stadt und Landschaft. Parati ist ein bewohntes Museum mit sehr schönen Hinterhöfen, Restaurants, Gassen mit uralten Pflastersteinen und Flair. Bis in den späten Abend kann man in den Restaurants bei Live Musik das Leben genießen.

Paratis Kathedrale.

Paratis belebten Staßen, ohne Autoverkehr.

Es ist nicht so einfach auf dem alten Pflaster zu laufen.

Eine Schonerfahrt durch die schöne Inselwelt muss man unbedingt unternehmen, um Fauna sowie Flora der viele kleinen Inseln und des Meeres zu bewundern.

Die Schoner warten auf Touristen.

Kleine Reparaturen am Schiff werden selbst gemacht.

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Ein einsames Haus auf einer einsamen Insel.

Am 21.09 sind wir in Rio angekommen, haben mit unseren Fahrzeugen einen relativ sicheren, bewachten Parkplatz am Gloria Hotel gefunden, ziemlich Zentrum und Copacabana nah. Kostet pro Nacht pro Fahrzeug 30 Reals, es ist eine Toilette am Platz.
Am Abend sind wir zu einer Sambaschule gefahren, haben für ca. 18 Euro
Karneval vom Schönsten erlebt. Auf einem sehr großen Gelände waren Hallen, in denen große Karnevalswagen gebaut werden, die wir besichtigen konnten. Die Wagen waren bis zu 10 m breit und 20 m lang und hatten eine Höhe von 6 m (siehe Foto). Dann wurde uns Musik, Gesang und Tanz geboten, so schön und nahe habe ich Karneval in Rio und Samba noch nie gesehen. Dazu wurden Getränke und Speisen bis zum Abwinken serviert. Anschließend konnten wir uns verkleiden und an einem Karnevalsumzug auf dem Gelände teilnehmen. In unserer Gruppe waren alle, auch die Karnevalsmuffel, begeistert.

Wir auf einem riesigen Karnevalswagen.

Günter mit Dame.

Die Köstüme sind bund, schön, aber auch schwer.

Karneval auch am Theatro Muncipal, es wurde ein Film gedreht.

Am nächsten Tag sind wir mit Taxi, uralter Straßenbahn und wieder Taxi zum Corcovado gefahren, dem Christusberg. Die Fahrt mit der 100 Jahre alten Straßenbahn war, insbesondere für mich, sehr abenteuerlich (siehe Foto). Es ging über Berg und Tal auf Gleisen, auf denen bei uns vielleicht noch Torf-Loren fahren würden. Der Cocovado war an der Spitze leider unter dichtem Nebel. Nur ab und zu verzog sich der Nebel und das Erscheinen der Christusfigur wurde von den Besuchern mit lauten Freudenschreien begrüßt.

Eine 100 Jahre alte Strassenbahn auf ein Aquadukt,

Die Christus Figur auf dem Corcovada, für Sekunden ohne Nebel.

Am Nachmittag haben wir dann die im Reise Know How empfohlene Linienrundfahrt mit der Linie 572 gemacht, sie dauert 3 Stunden und ist nicht zu empfehlen.
Am Samstag haben wir einen Ausflug zu den Favelas, den Armenvierteln gemacht. Unser Trip war organisiert und wir hatten eine sehr gute Führerin. Sie selber war in den Favelas geboren und kannte sich gut aus. Sie zeigte uns die schwarz gebauten Häuser, besuchte mit uns Familien, die dort lebten und gab eine Übersicht über das Sozialverhalten dieser Menschen. Wir haben dann festgestellt, dass auf unserer Asienreise noch viel mehr Armut anzutreffen war und die Wohnverhältnisse viel schlechter waren.

Favelas

Stromversorgung in den Vavelas.

Die moderne Kathedrale von Rio.

Im Inneren der Kathedrale mit Altar und schönem Fenster.

Der Besuch eines Wochenmarktes in Rio, schöne bunte Auslagen.

Auch das Fischangebot war reichhaltig.

Am Sonntagabend sind wir zu einem Lokalderby ins Maracana Stadion, angeblich das größte Stadion der Welt, gegangen. Es war ein wenig enttäuschend. Das Stadion sollte zur WM 1950, 200 Tausend Zuschauer fassen, zurzeit gehen wegen Umbau nur 45 Tausend rein, es waren aber höchstens 25 Tausend da. Die Stimmung und das Spiel waren nicht berauschend, in jedem 1. oder 2. Liga Stadion bei uns ist bessere Stimmung und es wird besser Fußball gespielt.


Am letztem Tag in Rio haben wir bei schlechtem Wetter den Zuckerhut besucht, es ging mit der Seilbahn in 2 Stationen nach oben, es wehte ein kalter Wind und die Sich war leider schlecht. Wir konnten zwar Rio und die Copacabana sehen, aber es lohnte sich nicht Fotos zu machen. Nach einem anschliessenden Sparziergang bei Regen am Strand der Copacabana, wir waren fast alleine, haben wir das Programm in Rio beendet. Tschau Rio.


Mit der Gondelbahn zum Zuckerhut.

DerAusblick war trotz schlechtem Wetter, schön. Allerdings keine Menschen am Strand.

Die Copacabana mit Zuckerhut.

7. Bericht vom 25. 09. bis zum 03.10.06

Von Rio aus sind wir über die Autobahn nach Sao Jose dos Campos gefahren,
hier hatte ich eine Adresse von Bodo Hollemann aus Hannover bekommen.
(Bodo dafür werde ich Dir ewig dankbar sein.) Wir sind von der Familie Veneziani sehr, sehr herzlich empfangen worden, es übertraf meine bisherige Vorstellung von Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft. Wir konnten unsere Fahrzeuge in einem von Mama Veneziani gepflegten, wunderschönen Garten sicher abstellen.
Die ganze Familie war zu unserem Empfang erschienen und es wurde am Abend ein großes brasilianisches Grillfest veranstaltet. Myriam Veneziani, zu der ich bisher nur Mail und Telefonkontakt hatte, entpuppte sich als wahrer Engel. Ihr Organisationstalent ist unbeschreiblich, dabei strahlt sie eine Herzlichkeit aus, die uns nahe ging. Wir durften weder denken noch träumen, Myriam hat sofort reagiert und uns jeden Wunsch von den Augen abgelesen. Danke Myriam, danke an die große Familie Veneziani, Ihr wart wunderbar.

Unser gute Seele Myriam war Dolmetscherin und Reiseführerin.

Myriam hatte für uns eine Reise nach Manaus organisiert. Wir sind mit dem Flugzeug von Sao Paulo nach Manaus geflogen.

Der Flug über Sao Paulo.

Der Flug über den Amazonas

Auf dem Rio Negro sind wir mit dem Schiff zu unserer Lodge gefahren, um dort 4 Tage den Urwald zwischen Amazonas und Rio Negro kennen zu lernen. Es war ein wunderbares Erlebnis mit abenteuerlichen Begegnungen in der Natur. Wir haben Piranhas geangelt, mit rosaroten Delphinen gespielt, Eingeborene in Ihren Dörfern besucht und einen Tag im Urwald verbracht. Unsere Führerin während dieser 4 Tage, Edi, eine Eingeborene, hat uns sehr natürlich und aus ganzem Herzen ihre Heimat näher gebracht. Danke Edi.


Der Amazonas Dampfer bring uns zu unser Lodge.

Auch die immer hungrigen Affen begrüßten uns.

Mit dem Boot fuhren wir zum Piranha fischen

Der gemeinsame Fang wurde Abends auf dem Grill gelegt, schmeckte übrigens sehr gut.

Edi führte uns durch den dichten Amazonasurwald.

Unterwegs trafen wir auf ein Tapir

und einen Baumkletterer der Früchte pflügt.

Am 2.10. sind wir dann wieder mit Schiff, Flugzeug und Bus nach Sao Jose dos Campos gefahren, haben wieder die herzliche Gastfreundschaft der Familie Venziani genießen dürfen und fahren dann am 4.10. weiter Richtung Pantanal.
8. Bericht vom 04. bis 12.10.06

Von Sao Jose dos Campos fuhren wir über Sao Paulo nach Compo Grande und mussten an Sao Paulo vorbei fahren, was sehr abenteuerlich war, Die Autobahnen rund um Sao Paulo sind 6 spurig, voll mit LKW, PKW, Bussen und Motorrädern, die kreuz und quer fahren. Nach 2 Stunden hatten wir dieses Abenteuer überstanden und konnten bei wenig Verkehr über Tres Lagoas nach Campo Grande fahren. Hier erkundigten wir uns bei der Touristeninformation, wo wir ausnahmsweise mal auf jemanden trafen der englisch sprechen konnte, nach den Sehenswürdigkeiten im Pantanal. Wir wurden sehr gut beraten, und bekamen dort den Tipp, dass wir über Nacht auf dem Parkplatz des Museum Bom Bosko eine ruhige und sichere Nacht in unseren Fahrzeugen verbringen könnten. Am nächsten Morgen sind wir dann nach Bonito gefahren, eine anschauliche Stadt südlich von Campo Grande gelegen in einer landschaftlich wunderschönen Gegend. Dort haben wir die Grotte Lago Azur besucht, auf deren Grund ein schöner, blau leuchtender See liegt (siehe Foto). Von unserem sehr gepflegten Campingplatz aus haben wir dann einen Ausflug zum Rio Baia Bonito gemacht, dessen kristallklares Wasser uns zum Schnorcheln einlud und wir so unter Wasser den Fischreichtum bewundern konnten. Es war ein sehr schöner Aufenthalt in Bonito, wo wir uns dann am Abend zum Abschied auf dem Campingplatz einen brasilianischen Grillabend gönnten.

Wir fahren zum Schorcheln auf dem Rio Bonito

Am nächsten Morgen sind wir dann über eine 75 km lange rote Piste weiter in Richtung Pantanal gefahren. Unterwegs kam uns auf der Piste eine Rinderherde entgegen. Unsere Fahrzeuge waren eingekreist von Rindern und Gauchos, ein unerwartetes, aber schönes Erlebnis.

Ein besonders schönes Exemplar.

Am frühen Nachmittag sind wir dann von der BR 262 auf die Estrada Parque do Pantanal abgebogen, eine aufgeschüttete Dammpiste. Die Fahrt auf dieser Piste forderte vom Fahrer und Material des Fahrzeuges alles. Es gab Wasserlöcher, Querrinnen und nicht immer vertrauserweckende Brücken über Flüsse und Wasserstellen, wo große Kaimane auf der Lauer lagen. Unterwegs hatten wir das Glück, ein Nachtlager von Gauchos mit ihren Rindern zu erleben.

Die aufgeschüttete Dammpiste.

Eine der guten Brücken im Pantanal.

Die Küche im Nachtlager der Couchos.

Die Rinder sind über Nacht auf einer vor Wildtieren sicheren Weidestelle.

2 Reiher im Pantanal.

Der Tuiuiu Storch bei der Futtersuche für die Jungen.

 

Eine Anaconda läuft über den Weg.

9.Bericht vom 13.10. Bis zum 17.10.06

Vom Pantanal aus sind wir über Dourades nach Iguacu gefahren, haben in der Stadt bei Mathilde auf dem Internationalen Campingplatz einen sauberen und schönen Campingplatz gefunden. Mathilde hat uns mit sehr gutem Essen und immer kühlen Getränken verwöhnt. Mathilde, Du warst super. Wir können diesen Platz nur empfehlen.

Die Versorgung mit Obst und Gemüse auf dem Campingplatz wurd war sichergestellt.

Vier Tage haben wir uns ausgeruht , die Fahrzeuge in Ordnung gebracht und die fantastischen Wasserfälle auf der argentinischen und der brasilianischen Seite angeschaut. Es war sicher ein Höhepunkt unserer Reise. Insbesondere die Fälle auf der brasilianischen Seite waren einfach gewaltig. Wir waren total begeistert, auch diejenigen, die die Niagara- und die Viktoria Fälle schon gesehen haben.


Mit den Booten konnte man bis an den Teufelsfall fahren, sehr teuer

Ein Mate Tee trinkender Parkbeamter am Wasserfall in Argentinien.

Sehenswert war auch der Staudamm mit Kraftwerk von Ciudat del Este.
Er war bis zum Bau des Wasserkraftwerks in China, das größte Kraftwerk der Welt.

Das Kraft werk in seiner ganzen Größe.

Insgesamt sind es 20 Turbinen

Ich möchte zum Abschluss unseres Brasilien Aufenthaltes noch einige Bemerkungen zu diesem wunderschönen Land machen.
In den 7 Wochen unseres Aufenthaltes in Brasilien haben wir immer wieder freundliche und hilfsbereite Menschen kennen gelernt. Die Gastfreundschaft war überwältigend. Wir sind überall mit offenen Herzen empfangen worden und hatten nie das Gefühl von Angst. Natürlich muss man sich vor Kriminalität schützen, aber nicht mehr als in Prag, Rom, Paris oder Berlin. Wir haben auf Tankstellen, Campingplätzen und frei übernachtet, es gab keine Probleme. Die Brasilianer haben mich immer wieder aufgefordert, meinen Fotoapparat nicht öffentlich zu zeigen. Wir sind Linienbus gefahren und durch die Favelas gelaufen, überall waren hilfsbereite und freundliche Menschen. Wir hatten nie ein unsicheres oder ängstliches Gefühl. Brasilien ist nicht so schlecht wie sein Ruf. Wir haben uns in Brasilien sehr wohl gefühlt.

Hallo Ihr Lieben, die Ihr mir zu meinem Geburtstag gratuliert habt, ob ueber Telefon, E-Mail oder Gaestebuch, herzlichen Dank, ich habe mich ueber alle Glueckwuensche sehr gefreut. Gefeiert haben wir meinen 65ten im Pantanal, weit weg von Telefohn und Internet, es war ein schoener, aber auch heisser Abend.



10. Bericht vom 18. Bis zum 23.10.2006

Kurzfristig haben wir uns entschieden von Iguacu aus, einen Abstecher nach Paraguay zu machen. Also sind wir über Ciudad del Este gefahren, einer offiziellen Schmugglerstadt. Hier kann man alles zollfrei und billig einkaufen. Da der Gleichrichter (ein Gerät, mit dem man den Strom von 12 auf 220 Volt umformen kann) den Geist aufgegeben hatte, konnte ich in Este für 300 Dollar einen Neuen kaufen. In der Nähe des großen Stausees konnten wir( dank einer guten Verbindung von Peter bei einem Schweizer Farmer eine Facenta besichtigen. Es war für uns alle eine interessante Sache denn wir haben sehr viel über das Leben der Farmer und deren Produkte erfahren.

Weiter ging es auf der Ruta 6 nach Hohenau, einer sehr alten deutschen Ortschaft.. Unterwegs haben wir in Santa Rita an der Tankstelle Continental übernachtet. Einer sehr sauberen und gepflegten Tankstelle, deren freundlicher Geschäftsführer Adelmo Lauer uns mit Strom und Internet versorgte. Wir haben hier sehr ruhig und sicher übernachtet, Danke Herr Lauer.

In Hohenau haben wir 2 Tage auf dem Campingplatz Parque Manantial gestanden, sehr sauber und ordentlich.
Von der Familie Carla und Rubens Pretzel mit ihren 4 Söhnen wurden wir gastfreundlich aufgenommen. Ruben hat uns mit einem 1964 gebauten Mercedes LKW zu den Jesuiten-Reduktionen und einer Matetee Fabrik gefahren, beides konnten wir ausgiebig besichtigen. Am Nachmittag haben wir dann mit dem Allrad getrieben LKW eine interessante Fahrt durch eine Flusslandschaft gemacht .Mit einem umgebauten Fahrrad, das über ein Seil lief, konnten wir dann den Fluss überqueren(siehe Foto). Es waren 2 schöne Tage und ich kann diesen Campingplatz nur empfehlen.

Hier haben sich 2 Wohnmobile von der Gruppe getrennt, um ein alternatives Programm zu machen. Da wir den Tourenplan geringfügig verändert hatten um durch Paraguay zu fahren, wollten Eva und Jürgen die etwas längere Strecke nicht mitfahren. Anneliese und Walter hatten sich vorgenommen, rund um Salta noch einiges mehr anzuschauen. Wir sind dann auf der Ruta 1 in Richtung Asuncion gefahren.  In einem kleinen Ort, Yaguaron, haben wir uns die schönste Kirche von Paraguay angesehen. Von außen wirkte die Kirche nicht so, wie sie sich uns dann von innen präsentierte. Die Kirche ist 1670 von Guaranikünstlern (Ureinwohner Paraguays) erbaut worden und innen mit wunderschönen Holzarbeiten verziert.

Der Beichtstuhl.

Weiter ging’s nach San Bernadino, einem kleinen Badeort am Lago Ypacani. Hier haben wir auf einem schönen Campingplatz 2 Nächte gestanden und uns ein wenig erholt. Leider gab es dort sehr viele Mücken.

Neben den vielen Mücken gab's hier auch schöne bunte aber nicht giftige Schlangen

und bunte Vögel.

Als wir danach in Asuncion ankamen stellten wir schnell fest, dass es sich nicht lohnte hier länger zu bleiben. Übernachtet haben wir auf dem Hof des Hotels Westfalia. Infrastruktur war in Ordnung, gegessen haben wir auch gut. Am nächsten Tag sind wir mit der Fähre über den Rio Paraguay gefahren, um dann nach Argentinien zu kommen.

Erwähnen möchte ich noch, dass wir weder an der paraguayischen noch an der argentinischen Grenze Probleme hatten.



11. Bericht vom 24.10. Bis zum 03.11.2006

Von der Grenze Paraguays aus sind wir in den Nordwesten von Argentinien gefahren. Man sagt, hier ist die schönste Landschaft des Landes. Unsere Fahrt führte uns über Resitencia der Ruta 16 nach Salta. Die 16 ist 675 km lang zieht wie eine Schnur durch die Pampa. So wenig Verkehr, sodass Gerhild, als uns nach einer Stunde das dritte Auto entgegen kam, den Spruch los lies” viel Gegenverkehr, wir müssen in eine bewohnte Gegend kommen”.

In Salta, eine 1,1 Mio. großen, schönen Stadt, haben wir in der Nähe des Zentrums einen Campingplatz gefunden und von dort aus die Stadt und das Umland erkundet.

Die Kathedrale in Salta.

Wie überall auf der Welt gibt es auch in Salta eine Interessante Markthalle.

mit schönen bunten Obst- und Gemüseständen.

Auf dem Markplatz bei lauen Wetter bei einem kühlen Bier wo auch der Schuhputzer auf seine Kosten kam.

Unser größtes und auch schönstes Erlebnis war die Fahrt mit dem Movie-Truck durch die sehr interessante Gegend rund um Salta. Morgens um 6 Uhr ging’s los. Wir sind die berühmte Eisenbahnstrecke “mit dem Zug über die Wolken” nachgefahren. Wegen einer technischen Störung verkehrt leider der Zug zurzeit nicht. Gebaut wurde diese Strecke nach Chile über die Anden, von 1921 bis 1948.

Mit dem Movi Truck gings durch die Anden, bis auf 4200 m Höhe

Die stillgelegte Srecke mit altem Bahnhofsgebäude.

und altem Streckentelefon.

Neben der Streck suchten Esel im Kakteenwald etwas zu Fressen.

Wir konnten mit dem Truck bis San Antonio (3852m) die Strecke abfahren. Es war in der Morgensonne eine wunderbare Fahrt durch eine bizarre und farbige Landschaft.

Die Aussicht vom Truck war Bestens.

Die Färbung der Landschaft war vielfältig.

Gebäudeähnliche Formen der Felsen.

Der Friedhofshügel

Das Dorf zum Friedhof.

Ein Kind aus dem Dorf.

Ein anderes Kind bietet uns selbstgemachte Andenken an.

So gings dann weiter zum Salzsee

Von San Antonio aus sind wir zur Salina Gandes gefahren, einem Salzsee auf 3500m Höhe. Hier wird noch nach alt herkömmlicher Art Salz gewonnen.


Mit dem Movi Truck auf dem Salzsee in 3500 m Höhe.

Die Salzgewinnung war sehr mühsam.

deshalb hoffen die Menschen hier auf Touristen, die Andenken aus Salz kaufen.

Vom Salinas Grandes aus sind wir über einen der höchsten Pässe (4170 m)der Anden gefahren, ein wunderbares Erlebnis.

Die Passhöhe, 4170 m hoch.

Noch ein Höhepunkt war die Fahrt durch ein wunderschönes Tal nach Purmamarca, einer alten Inkasiedlung mit einer sehenswerten Dorfkirche und Kunsthandwerkstätten.

Ein bunter Markt in Purmamarca.

Purmamarca liegt in einem wunderschönem Tal.

Bushaltestelle und Versorgungsplatz für Touristen.

Am späten Abend war dann die Fahrt in der Innenstadt von Salta beendet. Wir waren alle rundherum zufrieden und haben am Centralpatz der Stadt , der noch voller Leben war, einige Biere getrunken.

Hans orderte für uns das Bier.

 

Der bis in die späte Nacht belebte Marktplatz.

In der Nacht vor unserer Abfahrt vom Campingplatz, um 2.30 Uhr, wurden Gerhild und ich durch eine heftige Bewegung und ein starkes Knirschen des Wohnmobils aus dem Schlaf gerissen. Ein neben uns parkender LKW hatte beim Wegfahren mit seinem Überhang eines unserer geöffneten Seitenfenster abgerissen, Schreck in der Morgenstunde. Gott sei Dank hat der Fahrer es sofort gemerkt, sonst hätte er das Mobil, umgestoßen. Der Fahre war sehr kooperativ. Wir werden wohl mit Hilfe von Roberto den finanziellen Teil klären. Ich hoffe, dass wir mit der Hilfe vom ADAC, den Firmen Hujer und LMC und Roberto Hönigesz das neue Fenster bald bekommen. Der ADAC hat mich benachrichtigt, dass das Fenster am 05.11. in Buenos Aires ankommt.

Von Salta aus sind wir dann über Londres nach Fiambala, einer Stadt mit einer 80 Grad warmen Quelle auf 2200m, gefahren. Auf der Fahrt mussten wir eine 80 km lange staubige Piste mit vielen Schlaglöchern bewältigen. Mein LMC hat auch diese Strecke ohne Probleme geschafft.

Ein einsamer Coucho auf der Strecke.

Ein kleines Dorf mit Namen Alemania.

Tiefe, enge Schluchten zwangen uns zu Fotostops.

Wo wir auch mit schönenFotos belohnt wurden.

Ein gelb-grüner Baum wuchs auf blanken rotemFelsen.

Immer wieder von Wind und Wetter geformte Felsen.

Dieser Felsen hatte den Namen "Die Kathedrale"

Die Landschaft wurde immer schöner und die Strassen immer schlechter

Peter auf staubiger Bergstrasse.

Nichts als Staub und Felsen.

Dann die Erlösung, feste Strassen durch einen Fluss mit Unterwäsche für das Mobil.

Ein Oldtimer Truck überholt mich.

Etwas abseits der Strasse stand dieser grosse Kandelaberkaktus.

Schöne, weise Blüten am Kaktus.

Kurz vor der Therme Fiambala.

In Fiambala an der Therme haben wir in bis zu 45 Grad warmen Wasser im Naturbecken gebadet, es war sehr angenehm.

Unser Stellplatz an der Therme.

50° heisses Wasser,  zu baden eine wenig zu heiss.

44°, es wurd kälter, aber noch zu Heiss.

hier bei 35° konnte wir dann auch ins Wasser.

In diesen wunderschönem Backoffen wurden am Abend für uns schmackhafte Hähnchen zubereitet.

Da der Campingplatz nicht so gut war, sind wir dann nach Villa Union und weiter in den Naturpark Talampaya gefahren. Auch hier haben wir wunderschöne von Wind und Wasser geformte, bizarre und bunte Schluchten und Figuren gesehen, Außerdem hatten wir das Glück mehrere Kondorfamilien zu beobachten. Die jungen Kondore lernten gerade das Fliegen, die ausgewachsenen Vögel zogen über unseren Köpfen ihre Kreise.
Wir haben eine Nacht in diesem Park gestanden und sind dann nach Mendoza weiter gefahren, der größten argentinischen Weinmetropole.



 Im Park standen überall bizarre Felsen.

Vom Wind geformter Kamin

Ein Gesicht mit Mütze.

12. Bericht vom 04. Bis zum 12.11.2006

In Mendoza haben wir auf dem schönem Campingplatz Suiza an der Stadtgrenze gestanden. Von hier aus konnten wir leicht und billig in die sehr schöne Stadt fahren.
Bei einem dieser Ausflüge in die Stadt haben wir den bisher stärksten Regenguss unserer Reise erlebt. Es fing gegen 18 Uhr mit einem Gewitter an und hörte gegen 22 Uhr auf. Es schüttete wie aus Eimern und wir waren mitten in der Stadt. Der Strom war ausgefallen und die Wassermassen konnten nicht entsorgt werden. Die Strasse trockenen Fußes zu überqueren war nur noch mit Gummistiefeln möglich. Verzweifelt suchten wir ein Taxi, es war hoffnungslos. Nach 2 Stunden hatte Gerhild es mit List und Tücke geschafft einen Taxifahrer zu überreden, uns zum Campingplatz zu fahren. Die Fahrt war abenteuerlich, denn einige Strassen standen total unter Wasser und es ging nichts mehr. Nach einer viel zu langen Fahrt durch die stockdunkle Stadt haben wir dann endlich den Campingplatz erreicht. Auch dort stand alles unter Wasser. Unseren Fahrzeugen ist nichts passiert und wir konnten beruhigt schlafen.

Die Weinlandschaft rund um Mendoza.

Wir fahren durch ein schönes schmiedeeiserne Tor am grössten Park von Mendoza

Am nächsten Tag sind wir dann mit einem Bus zur chilenischen Grenze gefahren, bis zum höchsten Berg Amerikas, dem Aconcagua (6959m). Leider lag die Bergspitze im Nebel. Elisabeth und Peter hatten den Gipfel vor 20 Jahren bestiegen, und erzählten uns am Fuße des Berges ihre Erlebnisse von dieser Klettertour.

Leider war bei uneren Ausflug der Himmel voller Wolken und wir konnten den höchsten Berg Amerikas, den Aconcaua, 6959 m, nicht sehen. An der Grenze nach Chile sind wir in einen ehemaligen Kurbad gewesen, wo die Minralien bizarre und bunte gebilde geformt hatten.

Auf der Rückfahrt nach Mendoza haben wir noch eine alte Inka Brücke besucht, hier sind die Inkas früher über die Anden nach Chile gelaufen um hier Handel zu treiben.

Die Inka Brücke

Am nächsten Tag haben wir im Umland von Medoza ein Weingut, eine Bodega, besucht und haben neben einer Weinprobe ein gutes Abendessen eingenommen.
In 3 Tagesetappen über hunderte von Kilometern sind wir auf schnurgeraden Strassen zur Halbinsel Valdes an der Ostküste Argentiniens gefahren. Unterwegs, in dem kleinem Ort General Conesa, hatten wir noch ein schönes Erlebnis. Wir hatten unsern
Übernachtungsplatz auf dem kommunalen Campingplatz gefunden, mit Toiletten, Duschen und Stromanschluss. Für argentinische Verhältnisse auch einigermaßen sauber. Nach kurzer Zeit kam ein Touristenbeauftragter der Stadt, begrüßte uns sehr herzlich und war sichtlich erfreut uns hier zu sehen. Er gab uns Prospekte seiner Stadt und sagte uns, dass wir kostenfrei hier stehen könnten. Am Abend besuchte uns noch der Bürgermeister, der sich auch riesig über den Besuch von deutschen und schweizer Touristen freute. Ein schönes Erlebnis.
Weiter ging dann unsere Fahrt zu dem Tierparadies Valdes. Hier sind wir mit einem kleinen Boot aufs Meer gefahren, um Wale zu beobachten. Dies war wieder mal ein Höhepunkt unserer Reise.
Die Wale kamen ganz dicht an unser Boot, fast zum anfassen.
Sie machten Saltos, zeigten uns ihre riesigen Schwanzflossen und tauchten immer wieder aus dem Wasser. Wir waren alle sehr aufgeregt und hatten wieder mal ein schönes Erlebnis.

Mit gelben Regenjacken und Schwimmwesten ging es auf 's Boot.

Die Mannschaft ist voller Erwartung, wann sehen wir die ersten Wale?

Die Wale kamen sehr nah an das Boot.

Nach diesem schönen Erlebnis schmeckte uns das Bier gut.


Am nächsten Tag sind wir dann mit einem Kleinbus über die Halbinsel gefahren und haben dabei große Kolonien von Seeelefanten, Seelöwen und Guanakos gesehen.
Insgesamt waren wir 4 Tage bei herrlichem Wetter auf der Insel, wären aber gerne noch länger geblieben.

Ein Seeelafantbulle beobachtet seine Weibchen.


Bei langen Strandspaziergängen konnten wir die dicht am Ufer schwimmenden Wale beobachten. Valdes ist auf jeden Fall eine Reise wert.

13 Bericht vom 12. bis zum 17.11.2006

Von Puerto Piramides sind wir über Punta Loma, wo wir eine große Seelöwenkolonie sehen konnten, zu dem walisischen Dorf Gaiman gefahren.

In Gaiman haben wir auf einem Campingplatz der Ortsfeuerwehr übernachtet. Gaiman ist zwar schön aber man muss nicht dort gewesen sein.
Am nächsten Morgen sind wir nach einer ruhigen und langen Nacht
( Abfahrt 9 Uhr) über die sehr schöne Stadt Trelew, mit einem interessanten prähistorischen Museum, nach Punta Tombo gefahren.
Punta Tombo ist bekannt für die größte Magellan-Pinguin Kolonie Argentiniens. Wir waren gerade zur Brutzeit dort und konnten schon gerade ausgebrütete junge Pinguine bewundern. Unter jedem Busch und in jeder Erdhöhle brüteten die Pinguine, wobei sich Männchen und Weibchen immer wieder ablösten. Es war besonders schön zu beobachten, wie die Tiere vom Wasser aus zu ihren Nistplätzen watschelten. Unter tausenden von Plätzen, fanden sie immer ihren eigenen Nistplatz wieder.

Dies Beiden wollen zu Ihren Nestern.

Ein Pärchen vor Ihrem Nest.

Da wir nicht im Nationalpark übernachten konnten, mussten wir über eine Schotterpiste zurückfahren. Nach 25 km fanden wir eine Estanzia (große Schafsfarm), wo der junge und freundliche Besitzer uns erlaubte, dort zu übernachten. Sein Angebot, bei der gerade stattfindenden Schafschur dabei zu sein, haben wir natürlich gerne angenommen. Nur 500 m von unserem Stellplatz entfernt, war eine Kolonne von 25 Wanderscherern bei der Arbeit. Diese Schafscherer gehen von Farm zu Farm und arbeiten im Akkord. Sie schaffen pro Tag ca. 1000 Schafe. Es war ein interessantes Erlebnis.

Das Nachtlager der Scherer.

Der Farmer zeigte uns anschließend noch ein 1899 von seinem Ur-Ur-Großvater erbautes Postoffice, das für die weit auseinander liegenden Farmen, damals die einzige Verbindung zur Außenwelt war.(auch heute wohnt der nächste Nachbar 20 km entfernt)
Nach der Besichtigung setzte sich der junge Mann zu uns und wir tranken mit ihm ein zünftiges Einlaufbier. ( Nach dem Eintreffen auf einem Übernachtungsplatz wird immer erstmal ein Einlaufbier getrunken und mit allen Tourteilnehmern die Lage besprochen.)
Die Farm befindet sich etwa 5 km hinter dem Parkausgang und der junge Farmer sagte uns, dass er gerne bereit sei, anderen durchreisenden Europäern einen Rastplatz zu bieten.
Nach einer ruhigen Nacht sind wir am nächsten Morgen in Richtung Comodoro Rivadavia aufgebrochen. Die Fahrt auf der schnurgeraden Strasse durch die endlose Pampa, war gar nicht so langweilig denn es herrschte starker, patagonischer Sturm. Wir mussten höllisch aufpassen, dass das Wohnmobil nicht von der Strasse gefegt wurde. Die Temperaturen fielen bis auf 8°, es regnete und hagelte fürchterlich.

Der Ladenbestzer, deutsche Vorfahren kein Wort deutsch, und seine Tochter.

Serviert wurde uns schmackhaftes Lamafleisch.

Lamas liefen immer wieder mal, trotz Zaun, über die Strasse.

Wir sind dann bis Rada Tilly gefahren und fanden dort einen schönen Campingplatz. Dieser Platz war überraschend sauber und lag nur ca. 100 m vom Strand entfernt. So etwas Gutes hatten wir so weit im Süden nicht mehr erwartet. Hier werden wir mehrere Tage stehen und uns bei hoffentlich gutem Wetter ein wenig erholen.

14. Bericht vom 20. bis zum 26.11.200

Nachdem wir uns eine Woche in Rada Tilly schön ausgeruht hatten, sind wir wieder auf der Piste, im wahrsten Sinne des Wortes.
Je weiter wir nach Süden kommen, desto schlechter werden die Strassen. Die ersten 800 km waren noch gut, aber wie gehabt, schnurgerade Strasse durch die Pampa. Ab und zu ließen sich mal Emus oder eine Herde Guanakos am Straßenrand sehen.
Über die Magellanstrasse fuhren wir mit der Fähre von Patagonien nach Feuerland. Unsere Fahrt wurde begleitet von vielen, sich im Wasser tummelnden Delphinen.


Am anderen Ufer angekommen, ging die Fahrt gleich auf einer Rüttelpiste weiter. Wir mussten 120 km Piste mit Schlaglöchern, Wellblech und viel Staub hinter uns bringen. So etwas werden wir wohl ab jetzt öfter erleben.
Ab San Sebastian bis Ushuaia (320km) konnten wir uns über sehr gute Straßen und ab Tolhuin außerdem über  eine wunderschöne Landschaft freuen. Wir hatten teilweise das Gefühl, wir würden im Frühjahr durch den Schwarzwald fahren.


Von den Wunderschönen Landschaften auf Feuerland waren wir sehr überrascht.

Horst lief selbst bei Minusgraden in ktrzer Hose rum.

In Ushuaia haben wir hoch über der Stadt und dem Beagle-Kanal einen sauberen Campingplatz, mit schöner Aussicht auf die Berge gefunden.

Unser Campingplatz hoch über Ushuaia


Von hier aus werden wir nun die südlichste Spitze der Erde erkunden.

Am 04. Dezember 2006 begann morgens um 8. 00 Uhr für uns die Reise auf der Panamericana von Feuerland nach Alaska. 15. Bericht vom 27. bis zum 05.12.2006

Bei unserer Ankunft in Ushuaia waren wir positiv überrascht von dieser schönen Landschaft und Stadt. Es sieht hier aus, als wenn man in die Schweiz ist, große Seen und schneebedeckte Berge. Das Frühjahrswetter zeigte sich auch von seiner besten Seite zeigte. Der Campingplatz La Pista del Andino, ein sehr schöner Platz, lag hoch über der Stadt. Wir hatten von hier aus eine wunderschöne Aussicht auf den Beagle Kanal und die umliegenden, zum Teil schneebedeckten Berge. Eine Bootsfahrt auf dem Beagle Kanal brachte uns zu einer Ushiaia vorgelagerten Insel, auf der wir Seelöwen und Königskormorane beobachten konnten.. Es ist immer wieder ein besonderes Erlebnis Tiere in der freien Wildbahn zu sehen.

Anschließend sind wir zu einer Insel gefahren auf der man viele Frühlingsboten sehen konnte, die es bei uns nicht gibt. Schöne Blumen und Gewächse, die man so nahe an der Antarktis nicht erwartet. Felsenkormorane und Beagle Gänse brüteten und einige liefen mit ihren jungen Küken umher.

Es ist Dezember und Sommer in Ushuaia.

Am nächsten Tag sind wir dann mit unseren Fahrzeugen in den National Park „Terra del Fuego“ gefahren. Hier haben wir am Ende der Ruta 3 (siehe Foto) auf dem Parkplatz übernachtet. Ab 18.00 Uhr hatten wir den Park für uns alleine. Die Touristen, die in großen Mengen mit Bussen anreisten und durch den Park geschleust wurden, waren dann verschwunden. Somit konnten wir die Natur in Ruhe genießen, und hatten dabei Glück einige Tiere zu beobachten. Der Biber lebt in großer Anzahl im Park und hat leider mit seiner Lebensart dazu beigetragen, dass die Wälder absterben. (siehe Foto).

Unser Übernachtungsplatz im Park auf einem Parkplatz.

Eine Landkarte von Feuerland, rechts die Spitze ist das berühmte Kap Horn

Das südlichste Postamt der Erde, am Beagle Canal

Biberdeich mit absterbenden Bäumen.

Am nächsten Tag sind wir, leider bei schlechtem Wetter, durch den Park gewandert, aber auch das war schön. Vom Park aus sind wir wieder nach Ushuaia gefahren und haben den schönen Campingplatz genossen.
Am Freitag ist Roberto Hönigesz mit meinem Fenster aus Buenos Aires eingeflogen. Es war für die Gruppe, aber auch für Roberto, eine große Wiedersehensfreude. Roberto, der noch nie in Ushuaia war, ist 2 Tage geblieben und wir haben neben einem gemeinsamen Grillabend, mit leckerem Lamm, auch zusammen die Stadt und die Umgebung angeschaut.

An dieser Stelle, lieber Robert herzlichen Dank für Deine Hilfsbereitschaft. Du bist Klasse, so sind Faustballer.

Nachdem ich den Bericht über Ushiaia im Reise Know How gelesen hatte, sah ich der südlichsten Stadt der Erde mit gemischten Gefühlen entgegen, die Kälte, der ständige Wind und die nicht so schöne Landschaft. Hier sollten die Verantwortlichen des Reise Know How sich vor Ort begeben um positiver über diese schöne Stadt zu berichten. Wir waren alle sehr angetan, auch von den freundlichen und hilfsbereiten Menschen in dieser Region. Außerdem kann jedem Reisenden, ob mit Zelt oder Wohnmobil, dieser von freundlichen Leuten gut geführte Campingplatz La Pista del Andino empfohlen werden, auch für einen längeren Aufenthalt.

16. Bericht vom 05. bis zum 10.12.2006 
Von Ushuaia aus ging’s über Rio Grande nach San Sebastian auf guten Strassen zur Grenze nach Chile.
Ab San Sebastian hatten wir bis Povenir nur Wellblechschotterpiste. Als wir gegen 14.oo Uhr dort ankamen, sagte uns der Hafenkapitän, dass die nächste Fähre erst in 2 Tagen fährt, wir aber ab Puerto Anegada alle halbe Stunde fahren könnten. Nach kurzer Beratung sind wir dann 150 km auf Wellblechpiste zu der anderen Fähre gefahren. Es war für Mensch und Maschine wieder mal eine Herausforderung und wir waren froh, auf der Fähre noch Platz für alle Fahrzeuge zu finden.
Auf der anderen Seite der Magellanstrasse fanden wir an einem Hotel, an der Kreuzung nach Punta Arenas, einen sehr ruhigen und sauberen Stellplatz. Am nächsten Tag sind wir dann direkt nach Puerto Natales gefahren, haben hier eine Nacht an der Uferstrasse gestanden um dann am nächsten Morgen in den National Park Torres del Paine zu fahren.
Der Weg zum Park war sehr beschwerlich. Wir mussten 90 km bei Regen über eine provisorische Baustellenpiste fahren, die Strasse wurde gerade ausgebaut. In einem halben Jahr wird man auf einer guten Strasse in den Park fahren können.
Anschließend kamen dann noch mal 90 km Schotterpiste. Unsere Fahrzeuge sahen wegen des Regens entsprechend aus (siehe Fotos). Der beschwerliche Weg hat sich aber gelohnt, die Landschaft wurde immer schöner.


Auf dem sehr guten Campingplatz im Park standen wir direkt unter dem bizarren Felsen des Torres del Paine, eine wunderbare Kulisse (siehe Foto).


Torres del Paine

Auf diesem Campingplatz sind wir drei Tage geblieben. Wir hatten zwar fast immer Sonnenschein, aber auch sehr starken patagonischen Wind. Leider konnten deshalb die Schiffe nicht fahren und wir mussten auf die Fahrt zum Gletscher Grey verzichten, so konnten wir das herrliche Schauspiel des Gletscherabbruchs hier nicht sehen. Sicher werden wir aber noch an anderer Stelle diese Gelegenheit haben.
Wir haben uns die Tage hier mit langen Wanderungen durch das wunderschöne Umfeld des Campingplatzes vertrieben und uns alle gut erholt.

Am 10.12. sind wir über Wellblechschotterpisten wieder nach Argentinien gefahren. Feststellen können wir, dass die Grenzabfertigungen bisher, anders als in Asien, ohne Probleme und Zeitverlust durchgeführt wurden.
In Calafate haben wir auf einem Campingplatz eine Nacht gestanden. Am nächsten Tag habe ich meine elektrischen Probleme, die ich am Fahrzeug hatte, gelöst. Nachmittags sind wir dann weiter gefahren zu den Gletschern.

17. Bericht vom 11. bis zum 17.12.06.

Unseren Plan, den Upsala Gletscher zu sehen, einen der größten Gletscher der Welt, konnten wir leider nicht verwirklichen. Im Hafen angekommen erfuhren wir, dass seit einigen Tagen der Gletscher nicht mehr angefahren werden kann da zwei riesengroße Abbrüche vor der Einfahrt liegen und man den Gletscher nicht sehen kann.
Nach einer ruhigen Nacht im alten Hafen sind wir am nächsten Morgen in den National Park Moreno gefahren und haben uns dort den sehr wuchtigen Gletscher Moreno angeschaut.

Unser Stellplatz im alten Hafen.

Es war schon ein Erlebnis dort in einer Entfernung von 100 m, vor der 70 m hohen Gletscherwand zu stehen und zu beobachten, wie große Eisbrocken aus der Wand fielen, das so genannte Kalben.

Leider fing es nachmittags an zu regnen und so haben wir uns entschieden nach Calafate zurück zu fahren, um dort noch einen Tag bei guter Infrastruktur zu stehen.
Unsere Weiterfahrt führte uns auf die Ruta 40, die schlechteste Strecke die wir bisher gefahren sind. Die Schotterpiste, die am Anfang sehr gut war, entwickelte sich als Reifenkiller und Staubbilder. Der Staub im Wagen war so schlimm, dass Gerhild fast einen Nervenzusammenbruch hatte, es war grausam. Außerdem flogen die faustgroßen Steine gegen alles was unterm Wagen angebracht war. Ein Stein zerstörte meine elektrischen Leitungen im hinteren Teil, so dass dort gar nichts mehr ging.

 Wir konnten allerdings feststellen, dass eine rege Straßenbautätigkeit betrieben wurde. Das half uns allerdings nichts aber im nächsten Jahr wird sicherlich ein großer Teil der Strecke asphaltiert sein.
Nachdem wir die Elektrik provisorisch repariert und an Hans Wagen einen Reifen gewechselt hatten, ging es weiter in Richtung chilenische Grenze.

Unterwegs haben wir noch die Höhlen der Manos (Hände) mit sehr schönen Wandmalereien ( siehe Foto) besichtigt.

Der Eingang zu dan Manos Höhlen, der Weg war sehr beschwerlich, Schotterstrße und eng.

In Los Antigios, einem kleinem argentinischen Grenzort, haben wir einige Tage zu tun gehabt um unsere Schäden am und in dem Fahrzeug zu beheben. Dabei habe ich festgestellt, dass ein unterm Fahrzeug liegendes Heizungsrohr beschädigt war und der meiste Staub wohl von dort ins Auto kam.
Am letzten Abend in Argentinien sind wir gemeinsam in los Antigios in einem von
4 Holländern geführten Lokal Essen gewesen, ich habe hier, quasi am Ende der Welt, eine Tomatensuppe gegessen, die so gut schmeckte wie lange nicht mehr, aber auch das Essen war rund um super, Leute wenn Ihr vorbei kommt, müsst Ihr unbedingt dort hin.
Die Gruppe hat dann entschieden, nicht mehr so viele Schotterpisten zu fahren, auch wenn wir dadurch auf einige sehenswerte Landschaften verzichten müssen. Wir werden nun einige Umwege machen müssen oder da wo es möglich ist, Fähren buchen. So werden wir am 19.12. mit der Fähre den Lago Buenos Aires überqueren, verpassen dadurch zwar eine schöne Landschaft aber auch eine schlimme Fahrstrecke.

18.Bericht vom 18.12. bis zum 24.12.2006

Nach vielen Versuchen ist es uns aus verschiedenen Gründen nicht gelungen mit unseren Fahrzeugen die Fähre über den Lagos Buenos Aires zu buchen. Wir mussten deshalb in den sauren Apfel beißen und auf der berühmten aber auch für seine schlechten Strassen bekannte Carretera Austral nehmen. Die gut 400 km Piste bis kurz vor Coihaique war die bisher schlimmste Strecke. Staub, Steine und Schlaglöcher übertrafen alle unsere schlimmsten Erwartungen. Andererseits entschädigte uns ein wenig die wunderschöne Landschaft. Der riesengroße See erschien bei dieser Serpentinenfahrt in ständig wechselnder Farbe, von dunkelblau bis smaragdgrün. Verschneite Berge und mit Blumen übersäte Wiesen waren eine Überraschung nach jeder Kurve. Die Piste war ein Albtraum, die Landschaft war traumhaft.

Der neue Reifen wird mit vereinten Kräften von Dach des Wohnmobils geholt.

Carretera Austral, die schlechteste Straße Chiles.

hlechte

Es ist schon bewunderswert, wo man überall Radfahrer auf der Panamericana trifft.

Schlecht Straße aber wunderschöne Landschaft.

Endlich in Coihaique angekommen hatten wir erst mal von schlechten Strassen genug und haben uns spontan entschlossen, die recht teure aber auch schöne Strecke nach Puerto Montt mit der Fähre zu fahren.

 Leider konnten wir von der eigentlich sehr schönen Strecke nichts sehen, da Nebel und Dauerregen die Sicht unmöglich machten.


In Puerto Montt, wie wir finden eine schöne Stadt am Golf de Ancud, haben wir einen schönen Campingplatz gefunden, wo wir auch über Weihnachten standen.
Um die Umgebung zu erkunden, haben wir uns einen Fahrer mit Kleinbus gemietet.
Besucht haben wir unter anderem den NP Alerce Andino, in dem bis zu 3500 Jahre alte, 50m hohe und 5m im Durchmesser breite Bäume stehen. Weiter sind wir auf die Insel Grande de Chiloe gefahren. Obgleich seit dem 21.12. hier Sommer ist, merken wir hier im Süden nichts davon. Es regnet sehr viel und wir haben Temperaturen von 10 bis 15 Grad. Insgesamt waren wir 6 Tage in Puerto Montt, haben neben der schönen Landschaft die Fischrestaurants genossen. Es gab Lachs und viele andere Fische in allen Variationen zubereitet.
Zur großen Überraschung habe ich im Club Aleman den chilenischen Faustballer Roberto Gesche, der mit seiner Frau (die er in Hannover kennen gelernt hat), auf Hochzeitreise war. Roberto hat während seines Aufenthaltes in Deutschland bei Th 52 Faustball gespielt und war mir deshalb bekannt. Ich soll alle Faustballer vom Th grüssen, insbesondere Olaf Neuenfeld.
In der Gegend um Puerto Montt, in Llanquihue, wird sehr viel Faustball gespielt und unser nächstes Ziel ist Llanquihue. Ich habe bereits mit Viktor Mödinger, der 1982 mit seinem Bruder zur WM in Hannover war, telefoniert und dadurch die Möglichkeit bekommen, auf der Anlage des Faustballvereins unseren nächsten Stellplatz zu haben. Super. Hier werden wir Sylvester und Neujahr verbringen.
Wir wünschen allen ein gesundes und glückliches 2007

19. Bericht vom 25.12.2006 bis zum 07.01.2007

Nachdem wir ausgiebig die Stadt Puerto Montt und die Umgebung erkundet hatten, sind wir am 30.12. zum Club Gymnastico Aleman in Llanquihue gefahren. Hier wurden wir vom Club- Präsidenten Hernan Mödinger und einigen Mitgliedern sehr freundlich empfangen. Auf der sehr gepflegten Sportanlage, die direkt am Lago Llanquihue liegt, konnten wir einige Tage stehen.

 Hernan machte uns mit Felix Rehbein, einem Faustballer bekannt, der uns am nächsten Tag zur Verfügung stand, um mit uns in seinem Kleinbus den See zu umfahren. Wir haben diese wunderschöne Landschaft genossen und das Glück war wieder auf unserer Seite, denn bei dem herrlichen Wetter konnten wir den Vulkan Osorno in seiner ganzen Schönheit sehen, was nach Aussage der Einheimischen selten möglich ist.

Am Nachmittag war Faustballtraining angesagt. Ich durfte auch mitspielen, wurde altersgerecht in eine gemischte Mannschaft eingeteilt, wo dann auch Juan Evaldo Mödinger, ein ehemaliger chilenischer Nationalspieler der 1982 bei der WM in Hannover dabei war, mitspielte. Ich denke wir haben uns ganz gut geschlagen.

2 Fahrzeuge aus unsere Gruppe haben wegen unterschiedlicher Interessen die Gruppe verlassen.

Die Gruppe, die nur noch mit 5 Fahrzeugen nach Alaska fahren will, ist immer begeistert von der Gastfreundschaft in den Vereinen. Man kann immer wieder feststellen, dass Faustballer auf der ganzen Welt wohl eine große Familie sind.

An dieser Stelle, liebe Faustballfreunde in Llanquihue, vielen Dank für eure Gastfreundschaft, es war sehr schön bei euch.

Ein ganz besonderer Dank geht an die Familie Mödinger, die uns sehr geholfen hat.

Sylvester haben wir 10 in einem Clubraum des Vereins gefeiert. Einige von uns sind dann kurz nach dem Jahreswechsel noch in den 16° kalten See gesprungen.

Weiter ging es dann nach Vallarrica und in der Nähe von Cnaripe, am noch tätigen Vulkan, haben wir ein sehr schönes Thermalbad besucht. Wir haben ausgiebig gebadet und sind am Abend mit Benters und Wullschlegers zurück nach Vallerrica gefahren. Wir wollten am nächsten Tag auf den 2841m hohen Vulkan steigen.

Früh am nächsten Morgen sind Elisabeth, Peter und ich zu meiner ersten Bergbesteigung aufgebrochen. Wobei ich sofort aufgeklärt wurde, dass es sich nicht um einen Berg sondern um einen Vulkan handelt.

Also, ich wollte auf den Vulkan und in den Krater schauen

Ganz habe ich es dann allerdings doch nicht geschafft und musste bei 2500 m aufgeben. Die Muskeln in meinen Oberschenkeln schmerzten so sehr, dass nichts mehr ging. Seit einem Jahr habe ich keinen Sport mehr getrieben, so dass es eigentlich kein Wunder war. Trotzdem war es ein schönes Gefühl, in dieser Höhe zu stehen und das weite, schöne Land unter mir zu betrachten.

Die beiden Schweizer sind dann weiter zum Krater hoch gegangen und ich bin mit einem Führer nach unten gerutscht. Der Vulkan war ab 1400m Schnee bedeckt und man konnte an einigen Stellen auf dem Hosenboden nach unten rutschen, gebremst und gesteuert wurde mit dem Eispickel. Es war für mich ein super Erlebnis, aber ich habe gemerkt, dass man schon ein wenig trainiert sein muss, um diese Höhen zu besteigen.

Zu Chile möchte ich noch sagen, dass es ein wunderschönes und sauberes Land ist. Die Strassen sind nicht immer gut, aber landschaftlich ist es einfach super.

Das Klima ist jetzt im Dezember sehr angenehm, es sind so etwa 25°, und nachts geht es unten im Süden manchmal an die 0° Grenze. Nach der Aussage von Einheimischen hatten wir allerdings ganz viel Glück mit dem Wetter, denn es hatte in den letzten Wochen ständig geregnet.

Die Menschen in Chile sind, wie überhaupt in Südamerika, immer sehr freundlich und hilfsbereit. Wir haben immer wieder Kontakt zu den Menschen bekommen, obgleich wir uns oftmals nur mit Händen und Füßen verständigen konnten.

Von Vallerrica aus sind wir dann ein wenig nordöstlich gefahren und haben uns an einer Therme 2 Tage erholt, was besonders für mich nach der anstrengenden Bergtour sehr wohltuend war.

20. Bericht vom 08.01. Bis zum 16.02.2007 Nachdem wir uns gut erholt hatten, sind wir dann auf der Ruta 5 (Autobahn) in Richtung Santiago gefahren. Unterwegs haben wir in Talca ein Stadt mit einem indianischen Mark halt gemacht. Wir sind ausgiebig über diesen Markt geschlendert, haben frisches Obst und Gemüse gekauft und haben uns das Treiben angeschaut, es war sehr schön. In einer Markhalle habe ich Muscheln zu Mittag gegessen.

Am Spätnachmittag haben wir dann auf einem Weingut in der Nähe von Santa Cruz nach einer Weinprobe und gutem Essen einen Stellplatz gefunden. Das Wetter wurde immer besser, die Sonne meinte es gut mit uns, teilweise hatten wir 32°.

Am nächsten Morgen sind wir dann Richtung Santiago de Chile gefahren, unsere Anlaufstelle war der deutsche Sportclub Deportivo Manquehue

Ich hatte über Alfredo Wall Ziegler, ein Faustballspieler, den Kontakt zum Verein bekommen und die Zusage, dass wir mit unseren Fahrzeugen auf dem Clubgelände einige Tage stehen konnten. Unser Ansprechpartner war der sportliche Leiter des Vereins, Alfredo Maturana. Wir wurden freundlich von Ihm auf dem Parkplatz empfangen. Er zeigte uns am äußerem Rand des Platzes unser Stellplätze, besorgte uns Strom und Wasser, zeigte uns die Duschen und das 16ha große Clubgelände. Ausserdem wurden wir betreut vom technischen Leiter Francisco Kalchgruber. Solch eine Sportanlage gibt es glaube ich in ganz Deutschland nicht. Es war alles vorhanden, einschließlich eines großen Schwimmbades für die Clubmitglieder. In dem sehr guten Clubhaus gab es Bier vom Fass und einige deutsche Speisen, wie z.B. Leberkäse oder Bratwurst mit Sauerkraut. Wir waren froh auf dem Platz hier stehen zu dürfen, es gab im Umkreis von 40km keinen Stellplatz oder ähnliches. Außerdem war neben dem Clubgelände die deutsche Klinik und einige Mitfahrer konnten Ihre zum Teil schwierigen Gesundheitsprobleme behandeln lassen.

Wir hatten dann über einem Vereinsmitglied die Möglichkeit eine gute Stadtrundfahrt in deutsch zu machen und konnten somit sehr individuell Santiago kennen lernen.

Am 12.01. sind Heide und Gerhild von Santiago aus für 4 Wochen nach Hause geflogen, wenn alles gut geht sind Sie in Arica wieder bei der Truppe. Horst und ich müssen jetzt erst mal alleine weiter fahren, wir sind schon ein bisschen traurig. Da es in Santiago zur Zeit sehr heiß ist, sind wir erst an den späten Nachmittagen in die Stadt gefahren (15 min), haben in der Central Markthalle frischen Fisch gegessen und die wunderschöne Stadt genossen. Immer wieder sehr freundliche und hilfsbereite und auch deutsch sprechende Menschen getroffen. Die Stadt ist sehr sauber, hat große Fußgängerzonen und ist voller Leben, ich könnte mir vorstellen sogar hier zu leben. Man kann diese Stadt mit den bisher gesehen Chile überhaupt nicht vergleichen, es ist alles großzügig gebaut und hat sehr viel Parks und Grünzonen. Es ist schön hier.                                                                      

Am 14.01 habe ich in meinen Unterlagen die Visitenkart von Ricardo Kapsch Krziwan gefunden . Ricardo wohnt in Santiago und wir haben uns im letzen Jahr in Hannover in der Markthalle getroffen und er hat mich eingeladen, Ihn  in Santiago zu besuchen. Wir haben 2 schöne Tage mit der Familie erlebt und er konnte uns wertvolle Tips für die Weiterfahrt geben, danke Ricardo  

21. Bericht vom 17. bis zum 21.01.2006

Zu Santiago möchte ich noch 2 Erlebnisse schildern. Ich war mit meinem Ford zur Inspektion in einer Ford-Werkstatt. Trotz Sprachprobleme ist es mir gelungen, dem Meister klar zu machen, das ich für die Erhaltung meiner Garantie, die vorgeschriebene Inspektion machen muss. Um 10 Uhr ging ein Handwerker an die Arbeit, gegen 14 Uhr wurde mir eröffnet, das nur der Luftfilter zu besorgen sei, aber Öl- und Dieselfilter in ganz Santiago nicht zu bekommen sei. Sie würden die beiden Filter säubern und ich sollte so schnell wie möglich mir Filter besorgen. Gerhild wird die Filter aus Deutschland mitbringen. Um 18.30 Uhr war dann die Arbeit fertig, ich bezahlte umgerechnet 170 EURO und hatte meinen Servicestempel in den Papieren. Meine Hoffnung, dass ich bei einem Ford in Amerika alles bekommen würde ist seit dem sehr getrübt.

Bei unserem letzten Abend in Santiago haben wir im Restaurant des deutschen Clubs Bettina, eine Deutsche die auf einem Antarktisschiff arbeitete und Mayette eine Chilenin aus Santiago, kennen gelernt. Mayette hat uns dann für den nächsten Tag in Ihr Haus eingeladen um in Ihren Garten Forellen zu grillen. Wir haben dankend angenommen, unsere Abreise verschoben, am nächsten Tag uns mit genügend Wein bewaffnet und der Einladung nachgekommen. Zu unserer Überraschung hatte Mayette neben einigen chilenischen Freunden, auch Christine, eine junge Medizinerin aus Hannover eingeladen, Christine machte in der deutschen Klinik Ihr Praktikum. Es wurde ein netter chilenisch-deutscher Abend.

Am nächsten Tag sind wir dann von Santiago aus an die Küste des Pazifiks gefahren, haben uns die schöne Stadt Valparaiso mit einem deutschen Stadtführer angeschaut. Die Stadtführung war ausgezeichnet, wir haben sehr viel über die Geschichte und Architektur der Stadt mitbekommen.  Er heißt Michal der Deutsche Pirat und ist unter der Website www.myvalparaiso.cl zu finden. Etwas Besondere an Valparaiso sind die 15 Schrägaufzüge, die die untere mit der oberen Stadt verbindet. Der älteste Aufzug ist etwa 1885 und der jüngste 1919 erbaut, Sie befördern seit dem störungsfrei Bewohner und Touristen. Nach einem guten Mittagessen sind wir dann an der Küste entlang Richtung Norden gefahren. Wir kamen durch Badeorte vom Feinsten, besonders Vina del Mar fiel als besonders großer Ort auf. Die Küste wechselte von Sand- auf Felsenstrand, überall waren immer wieder badende Chilenen zu sehen. Wir haben dann, nach langen suchen einen schönen kleinen, familiären Campingplatz gefunden. Altos de Tebo an der Bahia Esmeralda, (www.altosdetabo.cl) in der Nähe von Caleta Horcon. Der Platz war an einer Steilküste, 200m über dem Meer, der Besitzer ist mit uns zu seinem Grundstück ans Meer gefahren, hier hatten wir die Möglichkeit in einer Bucht schwimmen zu gehen. Für mich war es das erste Mal, dass ich im Pazifik gebadet habe. Nach 2 Tagen sind wir durch wunderschöne Landschaften weiter in Richtung Norden gefahren. Die abwechslungsreiche Landschaft wechselte dann sehr plötzlich in Pampa, die Küste aber wieder in feinem Sandstrand. Wir haben dann in Guanaqueros, bei einem Deutschen einen Campingplatz am Meer gefunden. Hier wollen wir einige Tage Badeurlaub machen

22. Bericht vom 22.01. bis zum 02.02.2007

Von Guanqueros sind wir dann in Richtung La Sarena gefahren. Die ersten Kilometer an der Küste entlang waren sehr abwechslungsreich, wir hatten eine schöne Landschaft. Plötzlich, wie abgeschnitten waren wir in der Wüste, also trockenes, bergiges Land ohne Vegetation; aber trotzdem Interessant. Beim Tanken auf der Ruta 5 wurden wir von einem Wohnmobilhändler angesprochen, der uns einlud auf seinem Gelände in La Sarena, in Nähe des Strandes zu stehen. Wir sind dieser Einladung gerne gefolgt und hatten einen guten Standplatz mit ausreichend Infrastruktur. Die Adresse ist: Aventura Jack, Parcela 57, Sitio 3 La Sarena. Tel. oo56 51 551440. Jack ist Franco Canadier und freut sich über jeden Mobilisten.

Von La Sarena aus sind wir ins Pisco Tal gefahren. In mitten von hohen Bergen windet sich der Rio Elqui durch das Tal. An den Hängen stand der Wein in voller Traube. Der Pisco Wein ist sehr süß und wird zu dem in Südamerika bekannten Pisco Schnaps verarbeitet. Trinken tut man diesen Schnaps als Pisco sauer, ein gut schmeckender Long Drink. Die Fahrt durch das Tal war wunderbar, nicht nur dass wir an jeder Ecke billig süße Weintrauben kaufen konnten, das Tal war mit schönen Dörfern, vielen Kurven, hohen Bergen und ein grünes Tal, sehr abwechslungsreich. Die Strassen waren bis zum Ort Pisco Elqui sehr gut.

In Vicuna haben wir das Observatorium Mamalluca abends besichtigen können und dabei schöne Bilder vom Mond und einen Kometen mit einem langen Schweif sehen können. Es war mein erster Besuch in einer Sternwarte und ich war begeistert von diesem schönen Sternenhimmel, der in diesem Teil der Welt am klarsten zu sehen ist. Aus diesem Grund haben die großen Mächte der Welt hier Ihre Observatorien auf gestellt um die Sterne zu beobachten. Nachdem wir 2 Nächte bei Pisco sauer und klaren Sternenhimmel verbracht haben, sind wieder an die Westküste gefahren und haben uns einige Tage bei schönem Wetter am Strand aufgehalten und dabei das nicht so warme Pazifikwasser genossen. Dann sind wir weiter gefahren zum National Park Pan de Azucar (Zuckerbrot). Hier haben wir direkt am Strand auf einem einfachen Campingplatz gestanden, sind mit dem Boot zu einer vorgelagerten Insel gefahren, haben große Kolonien von Humboldt Pinguinen, Pelikane und Seelöwen beobachten können. Am nächsten Tag sind wir mit Bus und einer sehr netten und guten Führerin in den Park gefahren, konnten dabei die Fauna und Flora einer Wüstenlandschaft beobachten. Unsere Führerin hat uns sehr begeistert und mit fundiertem Wissen alles erklärt und gezeigt. Es gab viele verschiedene Kakteen, aber auch Tiere, wobei man sich fragen muss; wovon leben Tiere und Pflanzen. Das letzte Mal hat es vor 5 Jahren geregnet, aber nur 12 mm. Auf dem Campingplatz in Calata Pan de Azucar waren viel junge Leute anwesend und es ging in beiden Nächten bis morgens 7.oo Uhr die Post ab. Wer es also ein wenig ruhiger haben möchte, sollte den Campingplatz an der Park Administration nehmen.

Vom Park aus sind wir dann über Antofagasta nach San Pedro de Atacama gefahren. Unterwegs an Kilometer 1309 an der Ruta 5 steht eine Skulptur (die Wüstenhand) von dem chilenischen Künstler Mario Irarrazabal. Wir haben hier kurz gestoppt, die Hand bewundert und ein Erinnerungsfoto gemacht. Auf einem Campingplatz in Antofagasta, direkt am Strand hat Peter uns den Abend mit gegrilltem Fisch verschönert, danke Peter. Vom Campingplatz sind wir am nächsten Morgen zum Berühmten Naturstein Felsentor bei Antofagasta gefahren, haben ein schönes Gruppenfoto gemacht und sind dann Richtung Atacama aufgebrochen.

 23. Bericht vom 02. bis zum 12.02.2007

Auf der Fahrt nach San Pedro de Atacama fuhren wir durch eine wunderschöne Wüstenlandschaft und haben dabei einen3500 m hohen Pass überfahren .Unsere Autos, insbesondere mein LMC hat keine Probleme gehabt diese Höhe bei 38° Hitze zu schaffen. San Pedro selbst liegt 2440 m hoch. Hier sind wir 4 Tage geblieben um uns zu akklimatisieren und auf noch weitere Höhen vorzubereiten.

Die mitten in der Wüste liegende Stadt hatte im Zentrum einen sehr schönen, mit Palmen bewachsenden Platz. Rund um den Platz gab es viele kleine Lokale in denen man gut chilenisch essen und dabei einen guten Wein oder gezapftes Bier geniessen konnte.Unser Campingplatz, der erstaunlich gut ausgerüstet war (warme Duschen und Strom) lag 3 Min. vom Centrum entfernt, war sicher und ruhig.

Unsere täglichen organisierten Ausflüge führten uns zu den Tatio Geysiren, zum Salar de Atacama, Toconao, Socaire, den Lagunen Meniques und Miscanti und dem Tal des Mondes (Valle de La Luna).

Zum Ausflug zu den Geysiren wurden wir morgens um 4 Uhr am Campingplatz abgeholt und mit dem Bus auf eine Höhe von 4200 m gebracht. Horst und ich waren leider nicht so gekleidet wie es hätte sein müssen. Es war 8° minus und Horst hatte eine kurze Hose und T-Shirt an. Ich hatte zwar eine lange Hose und zusätzlich eine Jacke mit, fror aber fürchterlich. Schlotternd habe ich das schöne Schauspiel der Geysire angeschaut und bin dann, als die Sonne hoch kam, in einem von Geysiren gespeisten Schwimmbecken baden gegangen um mich wieder aufzuwärmen. Horst war willkommenes Fotoopjekt der Chilenen, die es nicht fassen konnten, dass man bei so einer Kälte, in kurzer Hose rum lief. Es war trotzdem ein lohnender Ausflug.

Auf der Rückfahrt haben wir noch ein kleines Dorf in den Bergen besucht, wo die Ureinwohner von der Lamazucht und den Terrassenfeldern lebten. Gegen Mittag waren wir wieder in San Pedro, sodass wir am Nachmittag das beeindruckende arquelogoco Museum besuchen konnten.

Am nächsten Tag haben wir einen Tagesausflug gemacht, der uns in den südlichen Teil von San Pedro führte, wo wir den drittgrößten Salzsee der Erde besucht haben , den Salar de Atacama. Wir waren erstaunt, dass neben Flamingos doch noch eine Menge anderer Tiere hier leben konnten. Für uns gab es hier einfach nur Salz.

Von hier aus sind wir weiter in die Höhe gefahren haben kleinere Orte besucht, in denen noch die Ureinwohner lebten.. Dann sind wir über Socaire zu den Lagunen Meniques und Miscanti gefahren und haben dabei wieder eine Höhe von 4200 m erreicht. Auf dem Weg nach San Pedro haben wir noch in Toconao halt gemacht und haben in der Nähe eine wunderbare Oase in der Wüste, die Quebrada de Jerez, besucht. In dieser Schlucht ist durch einen kleinen Fluss ein wahres Paradies entstanden, mit blühenden Obstbäumen, Palmen und vielen kleinen Badestellen.

Da wir gute Erfahrungen mit organisierten Ausflügen gemacht haben, entschieden wir uns am nächsten Tag auch die Fahrt ins Valle de Luna zu buchen und das war sicher eine gute Entscheidung. Die Fahrt begann um 16.oo Uhr. Unser Busfahrer, ein Kenner der Umgebung ,führte uns in Täler und Gebiete, die wir nie gesehen hätten wenn wir mit unseren Wohnis ins Tal gefahren wären .Die Tour war sehr interessant denn sie brachte uns in faszinierende Landschaften. Gegen Abend sind wir dann zu einem Aussichtspunkt gefahren, von dem aus wir einen schönen Sonnenuntergang und wunderschöne, von der Abendsonne angestrahlte bizarre Berge sehen konnten.

Von San Pedro aus sind wir dann nach Calama gefahren, haben hier die größte Kupfermine der Welt besichtigt, allerdings nicht empfehlenswert, man sieht nur ein tiefes, staubiges Loch, wo riesengroße LKW`s den Abbau von unten nach oben bringen.

Calama hinter uns liegen lassend sind wir dann an der Westküste vorbei an Tocopilla, Iquique, Pisagua nach Arica gefahren. In Arica hatten wir an einem schönem Campingplatz (Siumaki am Playa La Machas) einige Tage gestanden, hier kamen heide und Gerhild wieder zurück zur Truppe. Der Campingplatz wurde von einer sehr netten Familie geführt, hatten ausreichend Infrastruktur und ein Schwimmbad. Die Stadt war mit dem Taxi gut, billig und schnell zu erreichen. Am Wochenende war Karneval und es gab jeden Tag ein Umzug. Auch den haben wir uns angeschaut, wobei ich als Karnevalist schon einen großen Unterschied zu unseren Umzügen gesehen habe. Hier war alles mehr Folklore und das Publikum hat sich nicht beteiligt. Aber es war mal etwas anderes, ein wenig Exotisch.

Unsere Frauen kamen frohen Mutes am Montag an, konnten sich kurz eingewöhnen und wir sind dann am Dienstag wegen der Höhenanpassung, Etappenweise nach Bolivien gefahren. Dafür haben wir 4 Tage gebraucht, es sind zwar nur 500 km, aber wir mussten über einen 4600 m Hohen Pass und werden die nächsten Wochen immer in einer Höhe von 3500 m leben müssen. La Paz, die Verwaltungshauptstadt Boliviens liegt auf 3500m Höhe.

24. Bericht vom 13. bis zum 22. 02.2007

Nachdem wir uns 2 Tage in Putre (3500m) an die Höhe gewöhnt hatten, sind wir über einen 4600m hohen Andenpass nach La Paz gefahren. Mein Auto war nicht so begeistert von dieser Höhe, es qualmte sehr stark weißblau und das Getriebe ruckte gefährlich. Die Fahrt durch das bolivianische Hochland war allerdings landschaftlich sehr schön. Nachdem wir auf der chilenischen Seite am höchstgelegenen See der Welt, dem Lago Chungara 4500m, vorbei gefahren sind, habe wir auf der bolivianischen Seiten den höchsten Berg Boliviens passiert, den Vulkan Sajama, 6542 m. Die Strassen in Bolivien sind sehr gut und führte uns vorbei an schneebedeckte Berge, die alle über 6000m hoch waren. Weiden, Felder, Lamaherden und einsame Bauernhöfe, es war eine wunderschöne Fahrt.

Über El Alto, kurz durch einen Karnevalsumzug behindert, sind wir denn nach La Paz rein gefahren. Der Verkehr war fürchterlich. Wir mussten, um an unseren Stellplatz am Schweizer Hotel Oberland zu kommen, quer durch die Stadt fahren. Das heißt auch von 4100 m auf 3200 m. In der Stadt gab es neben dem Karnevalstreiben auch noch einige politische Demonstrationen, die sind hier an der Tagesordnung. Die Fahrt war nervenaufreibend und anstrenget.

Auf dem sehr empfehlenswerten Stellplatz angekommen erfuhren wir, dass bis Dienstag ( es war erst Freitag) wegen Karneval alles geschlossen war. So mussten wir bis Mittwoch warten, um das Auto in die Werkstatt zu bringen.

Am Samstag haben wir einen Ausflug ins Valle de La Luna gemacht, eine bizarre Landschaft, die der Oberfläche des Mondes ähnlich sieht. Es war ein wunderbarer Sparziergang und in der Höhe auch sehr anstrengend, da die Luft hier ganz schön dünn ist.

Auf dem Hin- und Rückweg kamen wir immer wieder in buntes Karnevaltreiben. In Bolivien heißt Karneval, dass man sich gegenseitig mit Wasserbomben bewirft. Eine ziemlich feuchte Angelegenheit für die Leute, die keinen Regenmantel hatten. Es traten auch einige Folkloregruppen auf, die uns einluden mit Ihnen zu feiern. Es wurde reichlich Bier getrunken und die meisten Anwesenden, auch die Frauen waren schon ziemlich betrunken.

Am Sonntag haben wir eine Stadtrundfahrt durch La Paz gemacht, sind dabei zu einem Aussichtspunkt gefahren, wo man erst das ganze Ausmaß dieser Stadt erkennen konnte. Die Stadt verteilt sich auf 1000 m Höhenunterschied und es geht dauernd steil bergauf und bergab. Sie ist erstaunlich sauber und schön, hat viel Historisches zu bieten, ist aber zurzeit durch das andauernde bunte Karnevalstreiben ein bisschen durcheinander. In er Innenstadt haben wir die Basilika San Francisco besucht, auf deren Vorplatz seit Monaten Minenarbeiter hausen, die sich seit der Verstaatlichung Ihrer Minen im Streik befinden. Sie leben dort mit Ihren Familien unter schlimmsten Bedingungen. Plastikfolien dienen als Behausung, sanitäre Anlagen sind nicht vorhanden. Die Streikenden binden sich an Kirchenmauern, an Laternenpfählen und an Kreuzen fest, um so auf Ihre Probleme aufmerksam zu machen. Diese Minenarbeiter sollen seit der Verstaatlichung Ihren Verdienst versteuern, womit Sie aber nicht einverstanden sind. Es ist ein schreckliches Elend, das die Streikenden wohl nur ertragen können mit dem Genuss von Unmengen Kokablättern.

Wir haben noch einige bunte Märkte besucht, unter anderem den so genannten Hexenmarkt. Hier gibt es allerdings keine Hexen, aber alles was mit Hexerei zu tun hat, kann man hier kaufen.

Am Montag haben wir die Ausgrabungen der Tiwanku Kultur besucht, Es soll die älteste Kultur in Südamerika sei, noch weit vor dem Inkas. Tiwanku ist zum Weltkulturerbe ernannt worden und die Bolivianer erhoffen sich dadurch einen größeren Bekanntheitsgrad und finanzielle Unterstützung bei den Ausgrabungen. Es sind bisher in Tiwanku nur ein Drittel der vorhandenen Bauten freigelegt.

Am Mittwoch sind dann Herbert und ich in Begleitung von Peter zu der viel gelobten Werksatt von Ernest Hug gefahren. Dort angekommen teilte uns eine Dame mit, dass Herr Hug erst am Montag wieder aufmachte. Nun standen wir da…. Unser Taxifahrer führte uns dann zu einer, seiner Meinung nach Kompetenten Werkstatt um unseren Kompressionsdruck am Motor messen zu lassen, aber auch hier Fehlanzeige. So beschlossen wir am nächsten Morgen bei der Weiterfahrt nach Copacabana, in El Alto, auf 4100 m Höhe eine Diesel-Bosch Spezialwerkstatt auf zusuchen. Aber auch hier Fehlanzeige, keine Messung möglich. Der Meister erklärte uns aber, dass wir wegen des blauweissen Qualms uns keine Sorgen machen müssten und wir beruhigt weiter fahren könnten. Wenn wir wieder unter 2000 m sind sei der Qualm weg. Das gleich hatten uns die Fachleute von Fiat und Ford in Deutschland am Telefon auch erklärt. Und so fuhren wir mit einem unguten Gefühl in der Magengegend weiter nach Copacabana am Titicacasee, wo wir dann aber wohl ankamen

25. Bericht vom 23. Bis zum 01.03.2007

Auf der Fahrt nach Copacabana mussten wir an einer sehr engen Stelle den Titicacasee mit der Fähre überqueren. Diese Fährfahrt war schon sehr abenteuerlich. Für jedes unserer Fahrzeuge gab es ein Holzboot. Das Boot wurde angetrieben von einem 10 PS starken Seitenmotor und so zuckelten wir über den Titicacasee. Bei kleinster Wasserbewegung schaukelten das Boot und unsere Wohnmobile kräftig. Es wurde beobachtet, dass Horst versucht hat sein Wohni seitwärts zu stützen.

Alle Fahrzeuge sind aber gut angekommen und wir konnten unsere Fahrt auf guten Straßen und schöner Landschaft fortsetzen.

In Copacabana haben wir am Hotel Gloria einen guten Stellplatz gefunden, ohne Strom allerdings, aber sonst ganz angenehm. Copacabana, direkt am Titicacasee liegend, ist ein rein touristischer Ort. Von hier aus kann man Bootsfahrten zur Sonnen- und Mondinsel unternehmen, aber auch einige Wanderungen in der näheren Umgebung. Auch hier wurde immer noch Karneval gefeiert.

Am nächsten Morgen sind wir dann über die Grenze nach Peru gefahren. Die Grenzabfertigung ging ohne Probleme von statten. Die Fahrt nach Puno, am Ufer des Titicacasees entlang, war sehr schön,

In Puno war es sehr schwierig einen geeigneten Stellplatz zu finden. In der Stadt selbst gab es keine Möglichkeit. Wir haben dann auf der Insel Esteves, am 5 Sterne Hotel Libertador einen Stellplatz gefunden. Von hier aus kostete ein Taxi in die Stadt 2 EURO und somit kein Problem für uns. Am nächsten Tag haben wir mit dem Boot einen Ausflug zu den schwimmenden Inseln der Uro-Nachfahren gemacht. Diese Inseln, die aus Schilf gebaut werden, sind nur noch aus touristischen Gründen erhalten geblieben. Sie geben aber einen guten Einblick in das Leben der Uro und bieten den jetzigen Bewohnern ein sorgenfreies Leben durch den Tourismus. Der Besuch auf den Inseln hat uns sehr gefallen.

Am nächsten Morgen sind wir dann in Richtung Cusco gefahren. Dabei mussten wir wieder mal einen Pass von über 4300 m überqueren. Mein Auto hat dabei wieder viel blauweißen Qualm entwickelt. Vor Cusco haben wir in Sicuani übernachtet. Hier haben wir an der Ausfahrtstrasse nach Cusco auf dem Parkplatz des Restaurants Wiracocha einen Stellplatz mit guter Infrastruktur gefunden. Der Besitzer Rene A. Vargas Montano betreute uns persönlich.

Nach einer ruhigen Nacht fuhren wir weiter und erreichten mittags gegen 12 Uhr Cusco. Wir fuhren zu erst zum Hauptplatz (Plaza de Armas) und konnten hier schon feststellen, dass Cusco eine sehr schöne Stadt ist. Am Club Hotel fanden wir einen Stellplatz mit guter Infrastruktur. Das Club Hotel liegt an der Av.Condemayata 903 und hat auch eine Website: www.clubhotelcusco.com. Dieser Stellplatz kann sehr empfohlen werden. Bei einer Stadtrundfahrt am nächsten Tag, mit dem guten deutsch sprechenden Stadtführer Marcel, haben wir unter anderem die große und prunkvoll ausgestatte Kathedrale und eine der größten Inkasiedlungen in Südamerika kennen gelernt.

Die Inkasiedlung Cosco war die Hauptstadt des großen Inkareiches, das von Chile über Bolivien bis nach Peru ging. Hier in Cusco, aber auch in Pisaq und in Macho Picchu konnte man an vielen Stellen erkennen, dass die Inkas ein hoch entwickeltes Volk waren. Sie haben mit einfachen Mittel eine Stadt gebaut, die erdbebensicher war, eine gute Frisch- und Abwasserversorgung und eine hoch entwickelte Kultur hatte. Die Architektur war einmalig, das Baumaterial bestand aus Natursteinen, die aber so bearbeitet wurden, dass alles Fugengenau passte und zwischen den Fugen keine Stecknadel Platz hatte.

Am nächsten Tag sind wir mit Marcel nach Pisaq gefahren. Hier haben wir auf einem Inka-Trail eine große Inkasiedlung erkundet. So ein Trail ist nicht ungefährlich. Der 1 m breite Weg geht an der einen Seite 1000 m senkrecht nach unten, an der anderen Seite ist die nach oben gehende Felswand. Auch Gerhild hat diesen Weg gemeistert und ich bin ganz stolz auf sie.

In dem kleinem Ort Pisaq unterhalb der Inkasiedlung gibt es einen berühmten Indianermarkt, hier ist dann fleißig eingekauft worden.

Am nächsten Tag ging es dann morgens um 5 Uhr mit dem Bus nach Ollanta und von dort aus mit Zug und Bus nach Machu Picchu, einer noch sehr gut erhaltenen Inkastadt.

Der Besuch in Machu Picchu ist einer unserer Höhepunkte dieser Reise.

Der erste Anblick ist überwältigend. Man steht hoch über der Stadt und ist fasziniert vom Anblick der ganzen Anlage. Die Stadt ist nicht groß, hatte in ihrer Glanzzeit nur 1000 Einwohner, ist daher auch noch gut überschaubar. Marcel verfügte über ein fundiertes Wissen, so dass er uns auf dem Rundgang viel über das religiöse und kulturelle Leben der Inkas erklären konnte. Dieser Tag wird bestimmt zu einem der unvergesslichsten Tage unserer Reise gehören.

26. Bericht vom 02. bis zum 10.03.2007

Von Cusco aus sind wir auf der Route 26 nach Nasca gefahren. Die Strecke war nicht einfach zu befahren und forderte vom Fahrer viel Aufmerksamkeit und auch das Fahrzeug wurde gefordert.

Wir mussten über mehrere Pässe fahren und es ging hoch bis auf 4400 m Mein Ford qualmte zwar immer noch sehr stark, meisterte die Höhen aber ohne Probleme.

Die Landschaft war sehr schön und abwechslungsreich und immer wieder begegneten uns große Herden Lamas und Vikunias. Die Ortsdurchfahrten waren dagegen wieder mal grauenhaft. Es ging durch tiefe Schlaglöcher, die teilweise auch noch voll Schlamm waren. Die Bewohner schien das aber nicht zu stören, sie saßen auf den verdreckten Fußwegen oder schleppten irgendwelche dicken Bündel herum. Sie winkten uns alle fröhlich zu.

Am späten Nachmittag suchten wir uns auf der Stecke einen Stellplatz.. Wir mussten diesmal frei stehen, haben aber einen ruhigen und sicheren Platz gefunden und eine ruhige Nacht gehabt.

Am nächsten Morgen ging es dann früh weiter, auf Serpentinen immer steil bergauf und bergab.

Nach der ohnehin schlimmen Ortdurchfahrt Puquio wurde die Strasse noch mal schlechter. Es ging im Slalom an den Schlaglöchern vorbei, was aber meistens nicht gelang.

Der letzte Aufstieg hatte es dann noch einmal in sich. Es ging in Serpentinen bis auf 4500 m steil bergauf, wobei die Landschaft wieder mal wie ein Mondlandschaft aussah.

Bei der Abfahrt nach Nasca, oh Freude, war ab 2500 m mein Auto wieder in Ordnung, es qualmte nicht mehr. Die Experten hatten Recht, der Ford lief wieder ohne Probleme. Die letzten km bis Nasca waren dann ein ruhiges Fahren.

In Nasca haben wir am Hotel “Nido del Condor” einen ruhigen und schönen Stellplatz im Garten gefunden. Da wir bei der Aero Condor für 8 Personen einen Rundflug über die Nasca Linien gebucht hatten, konnten wir hier für 2 Nächte kostenlos stehen. Es war ein angenehmer Platz mit Pool und gutem Restaurant.

Von Nasca aus sind wir dann weiter über die Panamericana, die wir ja in Arica/Chile verlassen hatten, in Richtung Lima gefahren.

Kurz vor Pisco haben wir in dem kleinem Badeort Paracas, in dem Hotel El Mirador, im Garten wieder einen schönen Stellplatz gefunden. Auch hier war eine hervorragende Infrastruktur vorhanden, so dass wir 2 Tage stehen blieben.

Weiter ging es dann nach Lima. Unterwegs fuhren wir an Baumwoll- und Chilifeldern, Sandwüsten und Weinanbaugebieten vorbei. Außerdem waren immer wieder Spargelfelder auf der Strecke zu sehen.

In Lima angekommen ging die Suche nach einem geeigneten Stellplatz

los. Hans und ich fuhren mit dem Taxi kreuz und quer durch die Stadt, konnten aber keinen sicheren Platz finden. Wir hatten schon aufgegeben, da lief uns durch einen glücklichen Zufall, Percy über den Weg.

Percy ,ein netter junger Mann, bot mir an, mit ihm auf die Suche zu gehen. Wir fuhren mit seinem Wagen von einem Platz zum anderen, nichts. Dann erinnerte sich Percy daran, dass der Bürgermeister ja sein Freund war. Er rief ihn an, und siehe da, wir bekamen die Erlaubnis im kommunalen Stadion zu stehen. Wir haben wieder mal Glück gehabt, standen im bewachten Stadion bei ausreichender Infrastruktur sicher und gut, außerdem noch sehr ruhig. Gleich neben uns war die Hundestaffel der Drogenpolizei stationiert, also sicherer ging’s gar nicht.

Die Stadt Lima , mit etwa 9 Mio. Einwohnern, lernten wir am nächsten Tag bei einer Stadtführung und Rundgang ein wenig kennen. Die großen Plätze, wie der Plaza San Martin oder der Plaza de Armas waren großzügig angelegt und mit Kathedrale, Regierungspalast und Häusern im Kolonialstil schön an zu sehen. Gerhild und ich sind am nächsten Tag noch einmal durch die Altstadt gelaufen um uns an der gepflegten Stadt zu erfreuen.

Am letzten Abend in Lima haben wir Percy und seine Frau Noel in ein Restaurant eingeladen, um uns für die spontane Hilfe zu bedanken. Thank you Percy for your help.We hope to see you, Noel and a wonderful Baby next year in Germany.

27.Bericht vom 10. Bis zum 18.03.2007

Von Lima aus sind wir entlang der Pazifikküste Richtung Norden gefahren. Rechts der Strasse war fast nur Sandwüste und die vereinzelten Orte waren nicht unbedingt sehenswert weil es dort aussah wie auf der Müllkippe.

Übernachtet haben wir in Barranca an einer ruhigen und sauberen Tankstelle.

Am nächsten Morgen sind wir zu den Chimu Ruinen von Paramonga gefahren. Da alles aus Lehmziegeln erbaut wurde, ist trotz Regen und Wind noch erstaunlich viel erhalten geblieben.

Weiter ging es dann wieder endlos durch Wüsten, die nur manchmal von schmalen Grüngürteln durchzogen wurden.

Nach Chimbote aus fuhren wir durch große Spargelfelder, die im Wüstensand angelegt waren und durch einen großen, von der Regierung angelegten Wasserkanal , bewässert wurden.

Wir sind dann noch weiter bis Trujillo gefahren und haben in dem beliebten peruanischen Badeort Huanchaco, am Hotel Bracmonte, fast am Strand einen schönen Stellplatz mit Pool gefunden. Hier trafen wir auf Roberto, einen Spargelplantagenbesitzer, der den größten Teil seines Spargels nach Deutschland exportiert. Er beliefert per Flugzeug das ganze Jahr über die Firmen Rewe und Aldi.

Roberto schenkte uns wunderbaren weißen Spargel und wir haben dann im März frischen Spargel mit Lachs oder Schinken gegessen.

Neben dem Baden im Meer und Pool haben wir von hier aus mit dem Hotelbus Ausflüge zu den Ausgrabungen der näheren Umgebung von Trujillo gemacht. Beeindruckend war der Besuch der ehemaligen Hauptstadt der Chimu, (1000-1450 n.Chr.).In der Blütezeit soll die Stadt, die nur aus Lehmziegeln gebaut wurde, zwischen 50 000 und 100 000 Einwohnern gehabt haben, und somit als die größte Stadt der Welt galt. Außerdem besichtigten wir noch den Drachentempel, auch als Grabstätte benannt , der mit seinen gut erhaltenen Reliefs beeindruckte.

Am nächsten Tag haben wir die größten prägkolumbischen Heiligtümer Südamerikas besucht, die Sonnen und Mondpyramiden. Sie bestehen aus Millionen von Lehmziegeln und wurden von vielen tausenden Menschen über mehrere Epochen gebaut. Beeindruckend waren hier die sehr gut erhaltenen Wandmalereien, die erst ab 1990 entdeckt wurden. Angefangen mit dem Bau der Pyramiden hat das Volk der Mochica (200-800 n. Chr.) und vollendet hat sie das Volk der Chimu.

Huanchaco ist nicht nur bekannt als Badeort sondern hier fahren die Fischer mit Schilfbooten raus, die Schilfrohrpferdchen genannt werden, weil die Fischer wie auf einem Pferd reitend durch die starke Brandung hinaus aufs Meer paddeln. Wir haben uns hier eine Woche lang bei gutem Wetter und Essen aufgehalten. Haben die Fischer beim reiten und fischen beobachtet und uns bei langen Strandspaziergängen erholt.

28. Bericht vom 19.03. bis zum 03.04.2007

Die Fahrt nach Chiclayo ging durch eine trostlose Wüstenlandschaft entlang der Küste. Die Wüste bot einen schauderhaften Anblick, da sie von den Bewohnern der umliegenden Orte als Müllhalde benutzt wird.

Auch Chiclayo hinterließ einen schlechten Eindruck, denn auch hier sah man nur Dreck. Müll und Abfall lagen auf den Strassen, wurden teilweise am Straßerand verbrannt und ich erinnerte mich an Indien.

Zwischen Chiclayo und Lambayeque fanden wir einen ziemlich verkommenen Stellplatz allerdings mit Infrastruktur.

Von hier aus haben wir am nächsten Tag einen Ausflug zu den wohl beeindruckensten Ausgrabungen der Pyramiden von Tucume, aus der Chimuzeit gemacht und anschließend das Brüning Museum in Lambayeque, mit dem Grab des Herrschers von Sipan besucht. Für uns war dieser Museumsbesuch wieder mal ein Höhepunkt unserer Reise.

Leider hat man touristisch den Norden von Peru sehr vernachlässigt, obgleich die prähistorischen Ausgrabungen wirklich sehenswert sind. Für alle Perureisenden kann man nur sagen, fahrt hin, es lohnt sich.

Von Lambayeque aus sind wir über Piura, Sullana, Talar zu dem von Peruanern beliebten Badeort Mancora gefahren und haben im Hotel Punta Ballenas Inn einen schönen Stellplatz gefunden. Vom Hotelbesitzer und Koch Harry Schuler wurden wir „manchmal“ kulinarisch verwöhnt.

Hier sind wir 4 Tage geblieben und haben die Zeit mit Schwimmen Strandspaziergängen und Faulenzen verbracht.

Um möglichst früh an der Grenze zu Ecuador anzukommen, sind wir schon morgens um 6 Uhr aufgebrochen. Als wir dort um 8.30 ankamen wurde uns mitgeteilt, dass die Grenze wegen einer Demonstration für mindestens 48 Stunden gesperrt sei.

Nach Durchsicht der Straßenkarten haben wir dann entschieden, den Grenzübergang in Macara anzufahren. Ein Umweg von 500 km !

Gegen 16.30 waren wir an der Grenze und wurden hier auf beiden Seiten von den freundlichsten Grenzpolizisten ganz Südamerikas abgefertigt, so dass wir schon nach 2 Stunden die Grenze passieren konnten.

Wenn man in Ecuador eine Auskunft haben möchte, empfiehlt es sich immer mehrere Leute zu fragen und wenn man mal 2 gleiche Antworten bekommt, könnte es evtl. stimmen. Das gilt für Zeit- Weg- und Kilometerangaben. Diese Erfahrung mussten wir mehrfach machen.

Leider glaubten wir der Auskunft eines Mannes, dass in 20 km eine große Tankstelle käme, wo wir übernachten könnten. Es wurde dunkel, weit und breit keine Tankstelle oder eine Möglichkeit zum Übernachten. Es regnete stark und immer wieder kamen rechts und links von den Felsen Steine und Erdreich und versperrten teilweise die Fahrbahn. Plötzlich ging nichts mehr. Die ganze Strasse war zugeschüttet. Nach längerer Suche mit Taschenlampen fanden wir neben der Strasse eine Furt wo wir versuchten, mit unseren Fahrzeug den Erdrutsch zu umfahren. Es ist uns mit viel Mühe gelungen. Die Fahrzeuge haben zwar gelitten, aber wir sind aus dieser Gefahrenzone weggekommen.

Nach einiger Zeit fanden wir einen kleinen Bauernhof auf dem wir übernachten konnten und sogar noch Essen bekamen.

Am nächsten Morgen sind wir auf teilweise sehr schlechten Strassen in Richtung Cuenca gefahren. Die Landschaft war wunderbar mit viel Grün und schneebedeckten Bergen.

Kurz vor Cuanca haben wir an der Strasse an einer Polizeistelle übernachtet, um dann am nächsten Morgen nach Banos zu fahren. Hier konnten wir auf dem Parkplatz eines Thermalbad Hotels stehen und alle Einrichtungen benutzen. Von hier aus haben wir die Stadt und den sehr großen Indianermarkt besucht.

Auf der Weiterfahrt in Richtung Quito mussten wir immer wieder Pässe bis 3500 m überqueren. Die Strassen waren wieder teilweise sehr schlecht, wir haben aber alles gut überstanden. In einem anderen Ort Namens Banos haben wir wieder an einem Hotel mit Thermalbad gestanden.

Hier in Banos haben wir alle ein einmaliges Schauspiel erlebt. Mit einen Safari LKW sind wir zum Vulkan Tungurahua gefahren und haben hier aus nächster Nähe, alle 10 Minuten einen Ausbruch erlebt. Die glühende Lavamasse wurde aus dem Vulkan geschleudert und floss den Berg hinunter, dabei kam aus dem Berg ein gewaltiges Donnern und Dröhnen. Nach 2 Stunden fuhren wir wieder zu unserem Stellplatz und werden dieses beeindruckende Schauspiel und die gewaltige Kraft, die aus der Erde kam, nicht vergessen.

29. Bericht vom 04. bis zum 18.04.2007

Ouito, Galapagos und die Fahrt zur Grenze nach Kolumbien.

Von Banjos aus sind wir nach Quito gefahren. Durch die gute Verbindung von Ursel zum Oberbürgermeister von Stuttgart, der wiederum gute Kontakte zum Oberbürgermeister von Quito hatte, konnten wir auf dem Betriebshof der Trollebus Gesellschaft unsere Fahrzeuge abstellen. Somit waren wir die Sorge los, dass unsere Fahrzeuge während des Ausfluges zu den Galapagos Inseln, unbewacht irgendwo stehen mussten.

Der Betriebshofchef “Carlos” kümmerte sich persönlich um uns. Wir bekamen Strom und Wasser und auch sonst wurde uns jeder Wunsch erfüllt. Carlos schenkte uns eine nächtliche Stadtrundfahrt mit dem Trollebus und fuhr mit uns und seiner Frau Daysi, die auch ein wenig deutsch konnte, am Karsamstag auf einen hohen Aussichtsberg und zeigte uns stolz seine schöne Stadt von oben.

Am Sonntag haben wir uns Quito bei einem Stadtrundgang angeschaut und wir konnten feststellen, dass Quito eine sehr schöne Stadt ist, mit sehr gut erhaltenen Häusern aus der Kolonialzeit und vielen schönen Kirchen.. Die Menschen waren sehr freundlich und hilfsbereit, es war einfach eine Freude, durch diese Stadt zu gehen.

Nach dem Stadtrundgang besuchten wir eine Stierkampfveranstaltung. Nachdem der zweite Stier abgeschlachtet war verließen wir schnell die Arena. Das war mit Sicherheit unser erster aber auch letzter Stierkampf.. Es war einfach grausam.

Am nächsten Tag ging es dann früh raus zum Flughafen um nach Galapagos zu fliegen. Leider hatte der Flieger einige Stunden Verspätung und unsere Laune sank auf den Nullpunkt. Aber dann ging’s doch endlich los. Nach 3 Stunden Flug landeten wir auf der Insel San Cristobal, wurden mit dem Bus zum Hafen gebracht und bezogen die Kabinen auf der Motoryacht Esmeralda 2.

Die Kabinen waren ansprechend, wir hatten 2 Einzelbetten, ein gutes Bad mit Dusche und Klimaanlage (bei der Hitze auch unbedingt erforderlich). Da unsere Kabine im unteren Teil der Yacht war, hörten wir alle Motorengeräusche, da wir fast immer nachts fuhren. Geweckt wurden wir dann morgens sehr früh durch das Rasseln der Ankerkette.

Unser kompetenter, deutsch sprechender Guide Miguel zeigte uns auf allen Inseln die wir anliefen die Flora und Fauna.

Die Inseln Espanola, Santa Maria (Floreana), Bartolome und Santa Fe waren reine Tierparadiese. Da die Tiere keine Scheu vor Menschen hatten, konnten wir sie aus nächster Nähe beobachten. Die Balztänze der Blaufußtölpel oder die Fregattvögel, oder auch die Paarung und das Brüten, die Tiere ließen sich nicht stören. Es waren beeindruckende Erlebnisse. Der größte Landvogel, der Albatross kam so nah, dass man ihn hätte streicheln können. Seelöwen lagen überall herum und auch Land- und Meerechsen konnten wir in Ruhe beobachten und fotografieren.

Die Vorfreude auf das Schnorcheln im Meer wurde allerdings sehr enttäuscht. Das Wasser war meistens sehr trübe und der Fischbestand sehr gering. Mit den jungen Seelöwen unter Wasser zu spielen, hat viel Spaß gemacht aber leider konnte man keine Fotos machen, da das Wasser zu trübe war.

Wir hatten beobachtet, dass viele Schiffe in den Buchten ihre Kloake abließen und das aber nach Aussage von Miguel alles nur biologisch sei. Unser Entsetzen war allerdings groß, als wir unsere letzte Fahrt bei Tageslicht machten, da die Besatzung zur Wahl gehen musste. Auf der Fahrt von Santa Fe nach San Cristobal konnten wir das Ausmaß der Verschmutzung des Wassers sehen. Alle 1500 m zogen lange Schmutzstreifen über das Meer. Nun kannten wir den wahren Grund dafür, dass es nur noch wenige Fische, Meeresschildkröten und Pinguine zu sehen gibt.

Erwähnen möchte ich noch, dass die Landschildkröten nur noch auf den Inseln San Cristobal und Santa Cruz zu sehen sind. Sie leben zwar in natürlicher Umgebung aber in Gefangenschaft auf eingezäunter Umgebung.

Nach einer, trotz des trüben Wassers, sehr schönen Woche mit nicht wiederholbaren Erlebnissen, sind wir dann zufrieden wieder in Quito gelandet und von dort am nächsten Tag in Richtung Kolumbien weiter gefahren. Unterwegs haben wir in Otavalo angehalten um hier einen wunderschönen Indianermarkt zu besuchen. Das Reizvolle an diesem Markt sind die von den Indianern in Handarbeit hergestellten Textilwaren.

Unsere Frauen haben gut zugeschlagen und für Töchter und Enkelkinder eingekauft. Bemerkenswert waren hier im Norden Equadors die völlig anderen Trachten.( siehe Foto). Unsere Fahrt ging dann weiter bis nach Tulcan, wo wir vor Grenzübergang noch einmal übernachteten..

30. Bericht vom 19.04. bis zum 04.05.2007

Kolumbien und Überfahrt nach Costa Rica mit Zwischenstop in Panama.

Woooowwww…….. wir sind in Kolumbien.

Nachdem die kolumbianische Botschafterin in Berlin und der deutsche Botschafter in Bogota uns abgeraten hatten, mit unseren Fahrzeugen durch Kolumbien zu fahren, haben wir es dennoch gewagt und waren überrascht, ein so wunderschönes Land vorzufinden.

Um das Risiko möglichst klein zu halten haben wir uns entschieden, mit Begleitung eines Guide das Land zu durchqueren. An der Grenze erwartete uns Enrique, ein sympathischer Kolumbianer, der sehr gut deutsch sprach. Er half uns bei der Einreise, die dadurch auch sehr zügig ablief.

Enrique erklärte uns die Route und Verhaltensmaßnahmen für unterwegs.

Die ersten Kilometer waren irgendwie spannend. Enrique gab mir ein Funkgerät damit wir ständig in Verbindung waren und fuhr mit seinem PKW vor uns her. Die Strassen waren gut und überall waren Polizei und Militär präsent. Wir wurden überall freundlich begrüßt und an den vielen Kontrollstellen gab es für uns keine Probleme.

Für mich war die Fahrt durch Kolumbien eine Erholung. In den letzten 10 Monaten habe ich die Kolonne angeführt und musste mir die Wege immer suchen. Nun konnte ich entspannt hinter Enrique herfahren und die wunderschöne Landschaft genießen.

Es war wirklich ein Genuss, die unterschiedlichsten Landschaften zu sehen und die sauberen schönen Ortschaften mit gepflegten Häusern. Die Menschen die uns begegneten, hießen uns in ihrem schönen Land willkommen.

Enrique fuhr mit uns auch auf Nebenstrassen in kleinere Orte und Dörfer, in denen wir problemlos auf öffentlichen Plätzen auch nachts ohne Bewachung stehen konnten und hatten daher immer netten Kontakt zu den Bewohnern.

Die gesamte Fahrt durch Kolumbien war sehr angenehm und wir hatten nie ein Angstgefühl.

Zu verdanken hatten wir das unserem Guide Enrique La Rotta. Hier seine E-Mail Adresse: „info@ecoguias.com“ und „torsten.krempin@neptuno.org“

Jedem der durch Kolumbien fahren möchte, kann ich nur empfehlen, sich entweder an Torsten Krempin oder an Erique La Rotta zu wenden.

Bei allen guten Erfahrungen, die wir im Land gemacht haben, sollte man nicht vergessen, dass in Kolumbien noch viele kriminelle Banden unterwegs sind. Eine Begleitung sollte man sich schon aus Sicherheitsgründen unbedingt leisten.

In Cartagena angekommen, sollten unsere Fahrzeuge mit einem Schiff der Horn-Linie nach Costa Rica verschifft werden. Nachdem wir durch die bürokratische Abfertigung und die sehr strenge Drogenkontrolle waren (Dauer 8 Std.), die Fahrzeuge im Hafengelände hatten, sind wir noch 3 Tage in der sehr schönen Stadt Cartagena geblieben. Wir erlebten hier die Karibik pur. Es war einfach schön, abends in der Stadt zu sitzen und das Leben an sich vorbei ziehen zu lassen. Cartagena ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Der gute Eindruck, den wir vom Land und den Polizeikontrollen hatten, wurde allerdings von der Drogenpolizei im Hafen getrübt. Die Suche nach Drogen fing in Horsts Wagen um 16 Uhr an und dauerte über eine Stunde. Danach gab man uns zu erkennen, dass um 18 Uhr Feierabend ist und die anderen Wagen wohl erst morgen abgefertigt werden, bei guter Bezahlung heute aber noch möglich wäre. So haben wir wohl oder übel tief in die Tasche greifen müssen und waren dann bis Feierabend alle abgefertigt.

Von Cartagena aus sind wir nach Panama-City geflogen und haben uns hier 2 Tage aufgehalten.

Bei einer Stadtrundfahrt haben wir die Altstadt und die Schleuse des Panamakanals in Miraflor besichtigt. Am nächsten Tag sind wir nach Colon gefahren. Colon ist die Ein-und Ausfahrt des Panamakanals in den Atlantik. Die Schleuse hier ist etwas interessanter als die an der Pazifikseite. Man ist näher an den grossen Schiffen. Außerdem. hat Colon eine Freihandelszone, aber die Hoffnung auf preiswertes Einkaufen hat sich nicht erfüllt.

Von Panama aus sind wir dann nach Costa Rica geflogen, um in Puerto Limon unsere Fahrzeuge hoffentlich wieder heil in Empfang zu nehmen.

31.Bericht vom 05. bis zum 13.05.2007

Costa Rica, Nicaragua und Honduras Mit einer anderen Art der Berichte. Wie gefaellt Euch das?

Bevor wir unsere Fahrzeuge aus dem Hafen bekamen mussten wir etliche Papiere besorgen. Z.B. eine neue Kfz- Versicherung für unsere Autos, da die bestehende in Costa Rica nicht anerkannt wurde. Es dauerte 3 Stunden bis wir alles zusammen hatten. Dann ging’s mit dem Taxi zum Hafen und dort wurde uns mitgeteilt, dass wir noch einige Stunden Geduld haben müssten, da die Autos noch nicht entladen wären. Nun dauerte es weitere 6 Stunden.
Als die Fahrzeuge endlich in Sichtweite waren, kam erst die Übergabe von der Reederei an den Zoll, das dauerte noch mal 1 Stunde. Dann endlich bekamen wir unsere Schlüssel und konnten unser Wohnis auf Schäden untersuchen. An meinem Fahrzeug war ein kleiner Lackschaden und ein Radkasten war beschädigt, alle anderen Wagen waren o.k. Um endlich schnellstens durch den Zoll zu kommen, habe ich den Schaden nicht gemeldet.
Leider hatte Horst wieder Probleme. In seinen Frachtpapieren war ein Zahlendreher. Der Zöllner war fast eine Stunde lang nicht bereit Horst fahren zu lassen, erst als das gebotene Schmiergeld für ihn hoch genug war (80 Dollar) konnten wir endlich fahren.

Die erste Nacht in unsern Fahrzeugen verbrachten wir auf einem bewachten Parkplatz in Purto Limon.
Elisabeth und Peter haben sich am nächsten Morgen von uns verabschiedet, da sie sich länger in Mittelamerika aufhalten wollten. Da sie schon einmal in Alaska waren, wollten sie nun doch nicht, wie eigentlich geplant, mit uns nach Alaska fahren.
Die letzten vier aus der siebener Gruppe sind dann in Richtung Puerto Viejo gefahren. Es ging über eine sehr grüne und landschaftlich schöne Strasse. Unterwegs kamen wir an sehr schönen Obstständen vorbei, die alle, uns z.T. unbekannten Früchte und Gemüse des Landes anboten..

Etwas außerhalb von Puerto Viejo haben wir im Regenwald bei einer Lodge für zwei Nächte einen ruhigen und schönen Stellplatz gefunden. In einer angemieteten Hütte hatten wir eine gute Infrastruktur und konnten auch den Pool benutzen. Am zweiten Tag haben wir mit dem Boot eine Tour durch den Regenwald unternommen und haben dabei die Tierwelt herrlich beobachten können.

Eine seltene Echse am Flussufer


Eine junge Echse

Eine rote Kröte


Ein Reiher trocknet seine Flügel

Von Puerto Viejo aus sind wir nach San Jose gefahren. Die Stadt ist nicht besonders schön. Übernachtet haben wir auf einem überdachten Parkplatz.
Gerhild und ich haben uns am Nachmittag noch die Stadt angeschaut und waren unter anderem in einem Touristen Info, wo wir von einem deutsch sprechenden Mitarbeiter begrüßt wurden. Außerdem saß eine junge deutsche Mitarbeiterin im gleichen Büro. Von ihr hatten wir schon einen Eintrag in unserem Gästebuch.

Von San Jose aus sind wir dann über eine paradiesische Strasse nach Fortuna gefahren. Fortuna liegt an dem aktivsten Vulkan der Welt.
Unterhalb des Vulkans Arenal in dem Hotel Katarak haben wir einen schönen Stellplatz gefunden, von wo aus wir Ausflüge zu einem kleinen Wasserfall und dem Vulkan gemacht haben. Trotz Nebel am Vulkan, konnten wir die glühend Lava fließen sehen.

Vulkan Arenal mit Nebelkragen 

Tukan am Wasserfall

Der Wasserfall

Von Fortuna aus sind wir weiter Richtung Nordwesten gefahren, es war wieder eine wunderschöne Fahrt entlang des Sees Arenal und durch die Regenwälder. Je näher wir aber zur Küste kamen, umso trockener wurde das Land.
Kurz vor der Grenze haben wir einen schönen Stellplatz auf der Finka von den Schweizern Agi und Guido Sutter gefunden. Wir sind dort sehr lieb aufgenommen worden und haben es uns abends bei Bier und Grill gut gehen lassen.

 

Wilder

Stellplatz auf der Finca Sutter

Affe Affe auf dem Gelände der Finca

Am nächsten Morgen sind wir dann nach Nicaragua gefahren, eines der ärmsten Länder auf unserer Reise auf der Panamericana.

Es wurde unerträglich heiß, bis zu 45° und das Land war nicht besonders schön. Leider flog überall der Müll an den Straßenrändern herum und mit dem vielen Staub war es kein schöner Anblick.
Wir sind dann an die Westküste gefahren mit der Absicht, hier ein paar Badetage zu verbringen. Diesen Plan haben wir aber schnell wieder aufgegeben wegen des fürchterlichen Drecks. und sind dann weiter gefahren nach Rivas,

Hier haben wir am Hotel Carlifornia eine guten und sicheren Stellplatz gefunden um dann am nächsten Tag weiter zu fahren in Richtung Managua. Nach erfolgloser intensiver Suche nach einem bewachten Stellplatzes, haben wir uns entschlossen weiter zu fahren, um dann am Hotel in Esteli zu übernachten.

Am nächsten Morgen sind wir dann in einem Rutsch durch Honduras nach El Salvador gefahren. Die Grenzabfertigung von Honduras nach El Salvador hat länger gedauert als die gesamte Durchfahrt durch Honduras. Sie war bürokratisch und nervig.

Noch nie haben wir so viele, bis an die Zähne bewaffneten Wachposten vor allen größeren Häusern und Geschäften gesehen, wie hier in Managua, Honduras und El Salvador.


32. Bericht vom 14.05. Bis zum 26.05.207

El Salvador und Guatemala
Nachdem wir die Grenzabfertigung erledigt hatten war es inzwischen schon dunkel geworden. Die nächste größere Tankstelle war dann unser Stellplatz für eine Nacht, da man hier besser nicht im Dunkeln fährt. Ein bis an die Zähne bewaffneter Wachmann besorgte uns am Rande des großen Parkplatzes einen Stellplatz auf dem wir unter seinem Schutz sicher schlafen könnten. Leider wurde nicht viel aus der Nachtruhe denn riesige LKW`s parkten rund um uns herum und ließen dann mit lautem Krach nach einiger Zeit die Motoren anlaufen, um weiter zu fahren.

Berlin Berlin war nicht so weit weg

Am nächsten Morgen sind wir sehr früh in Richtung San Salvador gefahren. Hier hat sich leider wieder bewahrheitet, dass es in Hauptstädten unmöglich ist, für Wohnmobile Stellplätze zu finden. Außerdem laden auch nur wenige dieser Städte zum längeren Verweilen ein. Sie sind oft sehr schmutzig, laut und vermitteln nicht gerade ein Sicherheitsgefühl.
Nachdem Hans und ich 2 Stunden mit der Taxe auf der erfolglosen Suche nach einem Stellplatz zurück zu den Wartenden kamen, entschlossen wir uns, an die Pazifikküste zu fahren und dort einige Tage aus zu ruhen. Die Temperaturen lagen inzwischen bei 45° Celsius.
Unsere Enttäuschung war schon ziemlich groß, es gab weder bewohnbare Hotels noch Stellplätze am Strand von El Salvador. Alles wirkte runtergekommen und schmutzig.

ndpromenade Die Strandprominade

Der Strand

Nach längerer Suche haben wir dann einen Platz gefunden, wo wir 2 Nächte stehen konnten. Es war ein etwas eigenartiger Platz. Er hatte zwei große Pools und darum angesiedelt waren kleine Cabanas, wo sich meistens Liebespaare jeden Alters aufhielten und sich in den Pools sehr auffällig auf die Nacht vorbereiteten. Uns störte es wenig, wir hatten einen Platz mit Infrastruktur und standen sicher und ruhig.

Nach diesem Erlebnis haben wir uns auf die Suche nach der Vergangenheit von El Salvador gemacht. In Chalachuapa sind wir an einer Stelle fündig geworden, der Pyramidentempel Tazumal.

  Die Pyramide Tazumal

Trotz Zahlung von Eintrittsgeld ist es uns nicht gelungen, etwas über diesen Tempel zu erfahren, noch in seine Nähe zu kommen. Er war komplett eingezäunt und so konnten wir nur über den Zaun gucken.

Da wir für die Besichtigung nur wenig Zeit benötigten, haben wir uns entschieden sofort nach Guatemala zu fahren.
Nach einer recht zügigen Grenzabfertigung sind wir in Richtung Guatemala City gefahren.
Etwa 30 km nach der Grenze bemerkten wir, dass uns ein Polizeifahrzeug mit Blaulicht verfolgte ohne uns zu überholen.

Unser Polizeischutz

So wurden wir unter Polizeischutz durch Guatemala geleitet. Alle 30 km wurden die Fahrzeuge abgelöst und so ging unsere Fahrt unter Polizeischutz durch Guatemala.
Wir konnten recht zügig über die sehr guten Strassen und durch schöne Landschaft fahren. Die Menschen auf der Strasse waren zuerst sehr zurückhaltend, später winkten sie uns freundlich zu.
In Barberena fanden wir mit Hilfe der Polizei einen sicheren Stellplatz an einem guten Hotel. Der Streifenführer legte Wert darauf uns am nächsten Morgen wieder zu begleiten. Punkt 8 Uhr stand er mit seinem Streifenwagen am Hotel und weiter ging’s.

Wir sind dann nach Amatitlan, am gleichnamigen See gefahren.

Blick Der Blick von unserem Stellplatz

Nachdem wir wieder mit Hilfe der sehr freundlichen Polizei ein nicht zu erwartendes gutes Hotel gefunden hatten, entschieden wir uns, nicht mit unseren Fahrzeugen nach Guatemala City zu fahren.
Vom Hotel aus haben wir dann eine Stadtrundfahrt durch die City organisiert. Um 9.00 Uhr stand ein Kleinbus vor dem Hotel und fuhr mit uns die 30 km zur Hauptstadt.
Es war wie immer, die Stadt hatte nicht viel zu bieten. Viel Verkehr, aber auch eigentlich nicht viel zu sehen. Der Hauptplatz mit Kathedrale und Regierungspalast war durch moderne Büros und Wohnhäuser nicht gerade ein schöner Anblick.



Ursel und Gerhild beim Begutachten der Ware

Es gab viele typische Handarbeiten zu kaufen, aber auch wie immer in den großen Städten, sehr teuer. Wir waren froh, als wir wieder zu unserem sicheren und ruhigen Stellplatz zurückkamen.

Am nächsten Morgen um 4.00 Uhr fuhren wir mit dem Bus zum Flughafen. Wir hatten uns entschieden, Tikal mit dem Fugzeug zu besuchen, um uns damit eine anstrengend Fahrt bei glühender Hitze, durch eine nicht so spannende Landschaft, zu ersparen.
Da wir schon vor 8.00 Uhr in Tikal waren und der Flieger erst um 18.45 Uhr zurück ging hatten wir ausreichend Zeit, die doch sehr große und schöne Mayaanlage zu besichtigen.
Durch unseren guten, allerdings nur englisch sprechenden Führer, bekamen wir einen sehr guten Eindruck von der Geschichte der Stadt. Die einzelnen Pyramiden und Tempel wurden uns mit vielen Details doch sehr spannend erklärt. Da es nicht wie erwartet, sehr warm war, sind einige von uns auf die doch sehr hohen Pyramiden geklettert. Es war ganz schön anstrengend aber die schöne Aussicht hat uns belohnt.
Auf den noch teilweise durch Urwald führenden Wegen von Ort u Ort erklärte uns unserer Führer die Natur auf diesen Wegen. Dabei lernten wir die Nutzbarkeit der Pflanzen, die schon von den Mayas genutzt wurden, kennen. Außerdem haben wir viele tierische Bewohner sehen können, Affen, Tukane, Papageien und einige Nasenbären.

Gerhild und ich vor einer großen Pyramide in Tikal

Hintergrund Im Hintergrund der große Jaguartempel

 
Ploetzlich stand ein Nasenbär vor uns

So ging dann ein schöner und lehrreicher Tag mit dem Rückflug nach Guatemala City zu Ende.

Nach dem doch anstrengenden Tag in Tikal haben wir uns noch einen Ruhetag gegönnt und sind dann weiter gefahren nach Antigua. Eine sehr schöne Stadt im Kolonialstil. Alles war sehr gut erhalten, sauber und mit vielen kleinen Gassen und schönen Klöstern und Kirchen.


Eine der schönen Gassen mit dem Wahrzeichen der Stadt, dem Torbogen, der ein Nonnenkloster mit einem Mönchskloster verband.

Kloster La Merced
  Kirche de San Augustin

Am nächsten Tag sind wir nach Iximche gefahren, einer gut gepflegten und großen Mayastätte, mit nicht so hohen Pyramiden, dafür aber sehr geordnet und übersichtlich.


der Eine der Pyramiden in Iximche

Hier hatten wir das große Glück an einer Maya Zeremonie zuschauen zu dürfen. 2 Mayafamilien ließen sich an einer Opferstelle von bösen Geistern befreien. Die beiden tätigen Schamanen, eine Frau und ein Mann, beschworen die Geister mit Feuer und Wasser und opferten Naturgaben ins Feuer. Das Ganze wurde von lauten Gesängen begleitet.



Rechts Rechts die Schamanen Frau, links der Mann mit der beteiligten Familie


Wir Wir wurden als Zuschauer geduldet oder gar nicht wahrgenommen.

Nach der Zeremonie verließen die Beteiligten den heiligen Ort und gingen wieder ihrer Arbeit nach.


Die Frauen in bunter Tracht waren für den Abtransport der mitgebrachten Dinge zuständig. z.B. die Frau links trug ihr Kind und Brennholz.


Von Iximche aus sind wir zu einem der weltschönsten Seen, dem Lago Atitlan gefahren, an dessen Ufer wir einen wunderschönen Stellplatz fanden.


U

 Stellplatz Unser Stellplatz am Lago Atitlan

Trotz schlechter Sicht konnten wir die Schönheit der Umgebung gut erkennen. Rundherum waren, insbesondere am frühen Morgen, die 3 Vulkane zu sehen. Der See selber soll in einem riesengroßen Krater eines Vulkanes liegen.

Von Atitlan aus haben wir mit einem Kleinbus den Marktort Chichicastenango besucht. Der Maya-Bürgermeister kümmert sich sehr um die Belange der Indigenabevölkerung, was sich an der katholischen Kirche und dem Markt nach außen hin zeigt.
Der Markt ist fast nur in der Hand von Intigenaern. Es wurden sehr schöne und bunte, in Handarbeit gefertigte Textilien angeboten, die von unseren Frauen bewundert und auch gekauft wurden.



Der bunte Markt 
Frauen Die Frauen der Inidiganer sind sehr klein, ich bin 3 Köpfe größer.




Die Kirche Santo Tomas, die mitten auf dem Marktplatz liegt, ist 1540 von Dominikanern auf den Stufen eines Mayatempels erbaut worden. Somit hat es die katholische Kirche geschafft, die Mayas ohne Probleme zum katholischen Glauben zu bringen.


Günter Günter auf den Mayastufen vor der Kirche Santo Tomas

Noch heute spielt sich der Mayaglaube auf den Stufen und in der Kirche ab. Die Mayas haben in der Kirche ihre eigenen Altäre und Opferstädten, die Sie auch während unserer Anwesenheit benutzten.

Am nächsten Tag besuchten wir das Städtchen Atitlan. Auch hier konnten wir feststellen, dass wir im Mayaland waren. Es gab wieder einen Indiganer Markt und eine katholische Kirche, die den Mayaglauben mit intrigierte.

Die Kirche in Atitlan

Zwei Mayafrauen rutschten auf Knien zum Altar



Von Atitlan aus sind wir dann weiter nach Mexiko gefahren.
Unterwegs haben wir uns für 14 Tage von Ursel und Hans verabschiedet, die sich in Yucatan mit ihren Kindern und Enkelkindern verabredet hatten. In Mexiko City werden wir uns dann wieder treffen.


33. Bericht vom 27.05. bis zum 13.06.2007 –Südmexiko
Am 26.05. sind wir in Hidalgo über die Grenze nach Mexiko gefahren, alles ging sehr einfach. Nachdem wir unseren Einreisestempel im Pass hatten, wollten wir auch für unser Fahrzeug eine Einreiseerlaubnis haben. Es ist uns an 2 Grenzstellen und an 3 Zollämtern nicht gelungen diese Erlaubnis zu bekommen. Wir sind 2 Tage an den Grenzen herumgegeistert, überall wurde uns gesagt, wir sollten fahren, wir brauchten nichts.

Es ging dann mit gemischten Gefühlen weiter in Richtung Pazifikküste, um hier einige Tage zu stehen. Wir stellten schnell fest, dass die Orte an der Küste, zumindest hier im Süden, doch sehr schmutzig und herunter gekommen waren. In Puerto Arista haben wir am Strand ein einigermaßen gutes Hotel gefunden, wo wir 3 Tage stehen konnten. Der Strand war ganz schön, wir konnten aber wegen der hohen Wellen nicht ins Meer, hatten aber am Hotel einen Pool.

Der Strand von Puerto Arista

Dann sind wir weiter Richtung Norden gefahren und haben in Salina Cruz an einem Hotel einen Stellplatz gefunden um am nächsten morgen weiter nach Huatulco, einem neuen Badeort im Süden, zu fahren. Nach 35 Km Fahrt ist bei Horst der Motor verreckt. Ich habe dann das doch sehr schwere Wohnmobil (6 t, meiner hat 3.8 t)zurück nach Cruz geschleppt. War nicht so einfach. Nach 3 Tagen vergeblichen Versuchen das Auto zu reparieren, musste es nach Oaxaca gebracht werden. Das stellte sich als sehr schwierig heraus. Es hat 5 Tage gedauert bis ein geeigneter Tieflader und eine Rampe gefunden wurde. Als Horst dann endlich bei Mercedes in Oaxaca angekommen ist,musste das Fahrzeug entladen werden.  Es war eine große Werkstatt, aber es gab keine Rampe. Mit viel Improvision haben wir es geschafft, das Wohnmobil vom Tieflader zu bekommen und hatten dann viel Zeit, uns die schöne Stadt und deren Umgebung anzuschauen. Es dauerte dann noch mal 10 Tage bis das Auto fertig sein sollte.

Herbert und Horst mit den Handwerkern in der Grube

Wir hatten einen guten Platz im Trailer Park Oaxaca gefunden, von wo wir aus zu den Besichtigungen fuhren.

Unser Stellplatz in Oaxaca

Die Stadt war eine gut erhaltene Kolonialstadt mit wunderschönen,  gepflegten kolonialen Gebäuden.




Die Fußgängerzone mit gut erhalten Gebäuden und der Kirche Santo Domingo

Abends auf dem Hauptplatz, genannt der Zocalo, spielt sich ein vielfältiges Leben ab. Bei meistens schönem Wetter ist der Platz voller Menschen und aus allen Ecken hört man mexikanische Musik. Viele Musikgruppen in mexikanischen Trachten versuchen sich gegenseitig zu übertönen, eine lauter als die andere. Aber es macht Spaß am Rande in einem Straßenrestaurant zu sitzen um das Treiben zu beobachten.


Mexikanische Straßenverkäuferin auf dem Zocalo

Musikanten auf dem Zocalo

Musikanten Musik an jeder Ecke

Knapp 10 Km von Oaxaca liegt eine der großartigsten Pyramidenanlagen Mexikos, das einstige Kulturzentrum der Zapoteken, Monte Alban. Wir besuchten diese Anlage und waren von der Größe der Pyramiden und der Zeremonienplätze beeindruckt. Die Anlage entstand 800 v Christi und war bewohnt bis 1521.


Monte Monte Alban

Etwa 40 Km von Oaxaca liegt Mitla mit dem Ort der Toten, eine Ausgrabungsstätte der Zapoteken. Die gut erhaltenen Gebäude waren verziert mit über 100 000 Ziegeln, die von mixtekischen Künstler mosaikartig behauen wurden und damit zahlreiche Rautenmuster geschaffen.


Mitla Mitla mit den Rautenmustern



Mitla

Auf der Rückfahrt haben wir in Tule ,10 Km vor Oaxaca, uns den größten Baum der Welt angesehen. Er ist 58 m Hoch, hat einen Durchmesser von 14,05 m und eine Umfang von 42 m und gehört zur Familie der Taxodiacea. 

Tule, der größte Baum der Welt


42 m Umfang

Wir haben dann noch einige Tage mit Museums- und Kirchenbesuche verbracht.


Die Kathedrale in Oaxaca

Nach einer sehr harmonischen Zeit (11 Monate) ist Gerhild dann von hier aus nach Hannover zurück geflogen, Sie hatte Heimweh und war ein wenig reisemüde, so werde ich vielleicht die Reise bis Alaska alleine durchführen. Wir haben uns nicht gestritten und werden nach der Reise, auch wie geplant, zusammen ziehen.


34.Bericht vom 14.06. bis zum 19.06.2007- Mexiko-City

Das Auto von Horst wird erst am 20.06. fertig werden und so sind wir mit Heide und Horst in meinen Wagen nach Mexiko-City gefahren. Die Fahrt war langweilig und teuer. Auf der Autobahn werden Mautgebühren genommen so hoch wie in keinem anderen Land der Erde. Für mein Auto, da ich Zwillingsreifen, habe muss ich pro Km 2 Peso bezahlen, das sind bei 100 km 200 Peso gleich 20 Dollar, ganz schön happig.

So gebeutelt, sind wir dann in Mexiko-City angekommen. Da es hier kein Campingplatz gibt, hatten wir wenig Hoffnung ein geeignetes Hotel zu finden. Nach 2 Stunden Suche haben wir uns auf den Randstreifen stehend beraten was zu tun sei. Nach kurzer Zeit hielt ein Abschleppwagen der Polizei vor uns. Der Polizist fragte nach unsern technischen Problemen, er wollte uns abschleppen. Nach dem wir Ihm unser Stellplatzproblem vortrugen, hatte er auch hier für eine Lösung. Er fuhr mit seinem Abschleppwagen quer durch die Stadt und brachte uns zu dem Hotel Brasilia mit einem sicheren Parkplatz und Infrastruktur. Heide und Horst bekamen hier Ihr Zimmer, wir mieteten auch eins und hatten gleich eine Dusche für uns. Da wir mit unseren Fahrzeugen ja illegal in Mexiko waren, haben wir uns auf dem Weg zum Hauptzollamt gemacht. Wir haben sehr nette, englisch sprechend Beamte dort angetroffen, aber so richtig helfen konnten Sie uns nicht. Dann wurde herausgefunden, dass es im Internet ein Formular gibt, das wir ausfüllen müssen, und wir am nächsten Tag unsere Papiere bekommen sollten. Kurz gesagt, es dauerte noch 3 Tage bis wir dann alles hatten.

So hatten wir Zeit, uns die Stadt und Ihre Umgebung anzuschauen. Am ersten Tag haben wir eine Stadtrundfahrt mit einem deutsch sprechenden Führer gemacht. Er zeigte uns die doch sehr schöne historische Altstadt und gab uns viel Information über die Geschichte der Stadt und des Landes. Auf dem Hauptplatz, dem Zocalo, war neben den kolonialen Gebäuden, der Kathedrale, auch ein buntes Treiben zu sehen. Es gab Indianer, die tanzten, Schamanen bei denen man sich die bösen Geister vertreiben lassen konnte, eine Militärparade, kleine politisch Demonstrationen und viele Verkaufsstände wo man alles Touristische kaufen konnte. Mexiko-City wurde von den Azteken mit künstlichen Inseln auf einem See erbaut.
Heute leidet die Stadt sehr darunter, weil viele Gebäude, unter andern die Kathedrale, um mehrere Meter abgesunken sind. Beim Rundgang durch die Altstadt kann man das immer wieder sehen. Die Kathedrale hat man inzwischen so weit aufgefangen, dass in Ihren Inneren keine Stützgerüste mehr stehen müssen.

Neben dem Zocalo die Strasse der Verkäufer, hier kann man erkennen wie die Häuser teilweise abgesackt sind

Schamanen vertreiben bei den Passanten die bösen Geister, im Hintergrund der Regierungspalast

Indianer tanzen auf dem Zocalo, im Hintergrund die Kathedrale

Eine Militärparade auf dem Zocalo

Am nächsten Tag sind wir dann zu der größten Azteken Stadt Mexikos, Teotihuacan, gefahren. Sie liegt etwa 80 Km nordöstlich von Mexiko-City. Bewohnt war Sie zwischen 2000 vor Christi bis zum Eintreffen der Spanier. Herausragend in dieser gewaltigen Anlage sind die Sonnen- und Mond Pyramiden mit Ihren riesigen Ausmaßen. Das Besteigen dieser Pyramiden ist sehr beschwerlich, da die einzelnen Stufen doch sehr hoch sind. Wir haben es aber geschafft und hatten somit einen herrlichen Überblick über die Anlage.


Die Mondpyramide in Teotihucana


Die Strasse der Toten mit der Sonnenpyramide


Ich, stehend auf der Mondpyramide mit der Sonnenpyramide im Hintergrund

Die Sonnenpyramide

Am Sonntag sind wir dann ohne Führung in die Stadt gefahren. Haben uns von einem Hochhaus die Stadt angeschaut, waren im Museum Nacional de Antopologia, um dort die Geschichte der einzelnen Völker Mexikos mit Ihre Kultur und Architektur näher kennen zu lernen. Ich bin nicht unbedingt ein guter Museumsbesucher, aber hier war selbst ich begeistert von dieser, seit 1964 bestehenden Ausstellung. Danach haben wir in einem Straßenrestaurant gegessen und uns das bunte Treiben dieser Stadt angeschaut.


Ein Blick von einem Hochhaus auf die Stadt mit dem Theater im Vordergrund



Der Blick auf Mexiko-City mit dem Zocalo und Regierungspalast im Hintergrund.

Der Eingang zum Museum mit dem Regengott Tlaloc


Die Tempel der Maya waren mit Köpfen von Fabeltieren geschmückt


Das berühmteste Stück des Museums, der aztekische Kalender mit dem Sonnengott Tontiuh


Die fliegenden Menschen von Mexiko

Nachdem wir am nächsten Morgen unsere Papiere endlich hatten, sind Heide und Horst zurück nach Oaxaca geflogen und wir weiter gefahren Richtung Pazifik.


35. Bericht vom 20.06. bis zum 29.06.2007 - Baja California
Von Mexiko-City aus sind wir dann über die gut ausgebaute, aber noch teuere Autobahn, zur Pazifik-Küste gefahren. In Mazatlan, in einem sehr guten Trailer Park haben wir dann 2 Nächte gestanden um den schönen Strand zu genießen.


Strand in Mazatlan

Dann sind wir nach Los Mochis gefahren und von dort aus mit der Fähre nach La Paz auf die Halbinsel Baja California übergesetzt.

Hier in La Paz haben wir 4 uns wieder gefunden. Horst hatte, nachdem der neue Motor eingebaut war, die Verfolgung aufgenommen. Er musste kurz hinter Mexiko-City nochmals in die Werkstatt, der neue Motor verlor Öl. Er hat uns dann aber doch früher eingeholt als geplant. Der Motor scheint jetzt auch in Ordnung zu sein und so sind wir gemeinsam über die Halbinsel gefahren. Baja California besteht nur aus Wüste, karge Berge, Vulkane, Kakteen und teilweise schöne Strände.


Ingrid steht an einer besonders schönen Kaktee

Eine Vielfalt von Kakteen

Besonders auffällig sind die bis zu 15 m hohen Kandelaber Kakteen, aber das in großen Massen. Wenn man aber dann mal anhält und aussteigt, sieht man eine Vielzahl von schönen Kakteen. Die Fahrt wurde immer schöner, auch die Landschaften änderten sich hinter jeder Kurve. Im Landesinneren war es sehr heiß, bis zu 48°.


Die kleine Fahrzeugkolonne bei der Fahrt durch einen Kakteenwald






An den Küsten ging aber immer ein kühler Wind und es kühlte sich nachts ab. Bevor wir in die USA eingereist sind haben wir dann noch 3 Tage am Strand gestanden. Die Insel ist schon sehr nordamerikanisch und in der Saison voll in US-Amerikanischer Hand. Man merkt es nicht nur an den Trailer-Parks, sondern auch an den aller in Englisch geschriebenen Werbungen, selbst in den Supermärkten wird alles in Englisch angesagt.

Wir haben jetzt mit 4 von 7 Fahrzeugen Süd - und Mittelamerika durchfahren. Es war teilweise für Mensch und Maschine eine anstrengenden Fahrt mit 20 Grenzübergängen, schöne Landschaften, Wüsten, Pampa und immer nette, hilfsbereite Menschen, ob Weiße, Mestizen, Indianer oder Indios, wir hatten zu allen gute Kontakte und ein freundschaftliches Verhältnis.

Außer Horst hatte jeder Mal eine kleinere Panne, die aber immer mit Hausmitteln repariert werden konnten. Wir sind bis jetzt 37 000 Km gefahren und ich habe 4800 Liter Diesel getankt und dafür ca. 2160 EURO bezahlt.

Mein LMC hat diese 37.000 Km mit Bravur gemeistert, ich bin rundum zufrieden mit dem Fahrzeug. Wenn man bedenkt, dass so ein Wohnmobil für europäische Strassen gebaut wird, ist es doch sehr erstaunlich mit welchen schlechten Verhältnissen auf den Strassen der LMC fertig geworden ist. Ich bin über einig 4600 m hohe Pässe und habe viele tausend Kilometer Schotter - und Wellblechpisten gefahren, mein LMC hat mich nicht im Stich gelassen.

Zu dem Thema Sicherheit und Kriminalität kann ich nur sagen, Glück gehabt.
Wir hatten bei der Fahrt durch alle südamerikanischen Länder nie ein Angstgefühl. Wenn man mit der gebotenen Vorsicht durch die Länder geht oder fährt ist es genau wie in Europa. Natürlich wird man hier wie auch dort mal beklaut, aber es ist erstaunlich wenig passiert.

Korrupte Polizisten habe ich auf der gesamten Strecke vier erlebt, einer in Argentinien, er hat uns erwischt ohne Anschnallgurt, kostete ohne Quittung 30 Dollar. Einer in Kolumbien bei der Drogenkontrolle im Hafen, als er uns erklärte, dass bei richtigen Beschleunigungsmitteln, wir schneller abgefertigt würden. Kostenpunkt für jeden 20 Dollar, wir waren 5 Fahrzeuge. Einer in Costa Rica bei der Hafenausfahrt, der bei Horst in den Versicherungspapieren einen Zahlendreher gefunden hat, 200 Dollar und einer in Mexiko, der uns erwischt hat beim überfahren eines Stoppschildes, kostete für 3 Fahrzeuge 100 Dollar ohne Quittung. Ich denke, nach allem was ich vorher gehört und gelesen hatte, war es eine geringe Quote, wenn man dann noch bedenkt, dass wir mindesten 100 Polizeikontrollen hatten.

Erwähnen möchte ich noch, dass ich ja den Routenplan für diese Reise ausgearbeitet habe und aus diesem Grund während der ganzen Strecke vorne als Führungsfahrzeug gefahren bin und mich nur drei Mal verfahren habe.

Zum Schluss noch ein Hinweis für alle noch nicht schlüssigen Reisemobilfahrer die diese Reise machen möchten, tut es, es ist eine fantastische Reise mit viel schönen Erlebnissen, Spaß und Freude. Ich kann nur jeden raten, es ist schön, macht es.

Wir sind noch nicht in Alaska, aber ich glaube was jetzt auf uns zu kommt ist gegenüber dem gewesenen, ein Kinderspiel, Nordamerika ist für Wohnmobilfahrer ein angenehmes Reiseland.

Ich berichte weiter.


36. Bericht vom 29.06. bis zum 04.07.2007

USA- Grand Canyon und Monument Valley
Am 29.06. sind wir von Mexiko in die USA eingereist. Erstaunlicherweise wurden wir auf mexikanischer Seite überhaupt nicht kontrolliert und so haben wir zu mindest für die Grenzabfertigung die unter viel Zeitaufwand besorgten Papiere nicht benötigt. Horst hatte allerdings unterwegs ein wenig Ärger mit der Polizei und musste die Papiere vorzeigen.

Die US amerikanische Grenzabfertigung war anstrengend und nervig. Sie habe nicht nur unsere Fahrzeuge von vorne bis hinten durchsucht, wobei Sie auch alle original verpackten Fleisch und Wurstwaren beschlagnahmten, sondern hatten auch riesige Probleme mit der Einfuhr unserer Fahrzeuge. Nach längeren Diskussionen waren Sie mit dem Abstempeln des Carnet de Passages zufrieden und ließen uns passieren.

Wir sind in den USA

Der erste Eindruck war also nicht so berauschend. Wir fuhren dann auf sechsspurigen Autobahnen an San Diego und LA vorbei, von großen Städten hatten wir genug, und sind direkt, mit 2 Übernachtungen auf gut ausgerüsteten Campingplätzen, zum Grand Canyon gefahren. Der Besuch und der Hubschrauberüberflug gehörten zu den Höhepunkten unserer Reise.

 


Grand

Canyon von der Südseite aus gesehen.


Grand Canyon 


Der Grand Canyon mit dem River Colorado

Von hier aus sind wir dann zum Monument Valley gefahren, haben die Marlboro Bilder hier selber gemacht und haben dabei eine wunderschöne Landschaft genießen können. Außerdem konnten wir hier die Navajo Indianer in Ihren Reservaten besuchen. Sie leben, glaube ich, hier besser als in anderen Reservaten, der Tourismus hilft Ihnen sehr dabei.


Eine alte Indianerin beim Wolle spinnen



Wildwestfilme wurden hier gedreht, auch mit dieser Postkutsche

Monument Valley


 Herbert und ich am Ohr des Windes


Eine nicht zu beschreibende Landschaft, auch die Bilder sind nicht so schön wie die Wirklichkeit

Zu bemerken sei noch, das zurzeit die größte Hitze herrscht, bis 45° tagsüber, allerdings nachts kühlt es merklich ab. Was wieder für die nicht klimatisierten Fahrzeuge ganz gut war. Insbesondere hier, aber auch sonst auf dieser Reise, war es doch angenehm vom Motor, aber auch im Wageninneren, eine Klimaanlage zu haben.

37. Bericht vom 05. bis zum14.07.2002 Bryce Canyon, Las Vegas und Yosemeti Park

Vom Monument Valley aus sind wir über die Route 163 und 191 zur Route 95 gefahren um dann hier nach Westen abzubiegen. Die Fahrt über dei 95 war ein fantastisches Erlebnis, es war landschaftlich einer der schönste Strecke auf unserer Tour. Also wer in der Gegend ist , die Route 95 fahren.


Bilder von der Route 95

In Tropic kurz vor dem Bryce Canyon haben wir einen guten Campingplatz gefunden. Wir konnten von hier aus mit meinem Fahrzeug den Canyon und die Umgebung gut erreichen. Es fällt mir wieder mal schwer das Gesehene so zu beschreiben wie es wirklich ist. Auch die Fotos können das Schöne nicht so wieder geben. Also auch hier wieder, Leute Ihr müsst hin fahren und Euch das ansehen.



Im National Park wurde an einigen Tagen ein Rodeo gezeigt. In größter Erwartung haben wir uns auf den Weg gemachtem uns das Spektakel anzuschauen, die Enttäuschung war groß, viel Show, aber nichts besonderes. Muss ich mir nicht mehr antun.

Beim Rodeo

Vom Bryce Canyon aus sind wir dann durch den sehr schönen NP Zion gefahren. Es gibt zwar keine Straßengebühren in den USA, aber die Durchfahrt durch die NP sind auch ganz schön teuer, aber es lohnt sich. Alle Parks, die wir durchfahren mussten, waren sehr schön und wir konnten diese Fahrten genießen.

Als wir dann in Las Vegas ankamen, so in der Mittagszeit, hatten wir man gerade 52°. Durch den aufgeheizten Asphalt auf dem Campingplatz, wurde die Hitze noch verstärkt, es war nicht auszuhalten und so haben wir uns kurzer Hand entschieden nur eine Nacht hier zu bleiben.

Am Abend nach der Geburtstagsfeier von Ingrid haben wir uns die Spielcasinos und das ungewöhnliche Lichtermeer angeschaut, haben ein kleines Spiel gewagt und sind am nächsten morgen schnell weitegefahren.

Rialto Brücke in Las Vegas


Eine Spielhölle in Las Vegas

Von Las Vegas aus sind wir dann durch die heißeste Wüste der Welt gefahren, dem Death Valley. Die Temperatur zeigte 55° und es ging bis auf 3000 m hoch. Bei Herberts und Horsts Auto fing das Kühlwasser an zu kochen. Nach einer kurzen Pause und öffnen der Kühlerhauben, um den Fahrtwind besser an den Kühler zu bekommen, ging es dann weiter zum Yosemite Park.

Die Wüste Death Valley

Hans Bei der Durchfahrt durch Death Valley

Ein in den Bergen liegender Park, dessen steilen Felswände und Wasserfälle bis zu 1000 m hoch waren. Im Park gab es wunderschön gelegene Campingplätze, zwar ohne Strom, aber dafür mit Bären. An allen Stellen wurde davor gewarnt Esswaren außerhalb des Wagens liegen zu lassen, ansonsten kämen die großen Bären und holten alles weg. Wir habe nimmer alles weg geräumt und konnten somit keine Bären sehen. Im Yosemite Park stehen auch die bis zu 2500 Jahre alte Mammutbäume, die sehr groß, aber auch dick werden



Im Park sind in 8 Jahren 108 Bären durch Autos umgekommen

Wir stehen an den Wurzeln eines umgefallenen Mamutbaums

38. Bericht vom 14. bis zum 20.07.2006 San Fransisco und Westküste bis Kanada
Vom Yosemite Park aus sind wir dann nach San Fransisco gefahren. Nach überqueren einiger großen Brücken haben wir auf der Westseite der Stadt, am Stadion Monsterpark, einen vernünftigen und relativ günstigen Campingplatz gefunden, der außerdem stadtnah war. Mit dem Bus sind wir bequem in die sehr schöne und interessante Stadt gefahren. Zu aller erst ein mal Cable Car fahren, davon hatte ich immer geträumt. Der Carfahrer und der Schaffner, der gleichzeitig der Bremser ist, mussten ganze Arbeit leisten um die sehr schöne Bahn durch die hügelige Stadt zu fahren. Die Kraft brauchten beide beim Fahren wie auch beim Bremsen.


Cablecar


Natürlich ging’s dann zur Fisherman`s Wharf. Touristenrummel vom Feinsten. Von der Fischerromantik ist leider nichts mehr geblieben, allerdings Fischessen war ausgezeichnet.


Eine alte Strassenbahn auf dem Weg zur Fisherman`s Wharf


Chinatown

Am nächsten Tag sind wir einige Stunden durch Chinatown geschlendert, haben auch gut chinesisch gegessen und uns kurz an unsere Asienreise erinnert.

Nach einer Stadtrundfahrt in einem Doppeldeckerbus ohne Dach hatten wir genug


vom Großstadtrummel und sind dann am nächsten Tag über die in Nebel liegende Golden Gate auf der Route Nummer 1 an der Küste entlang Richtung Kanada gefahren.

Golden Gate

Die Fahrt an der Westküste auf der 1 war wieder mal ein schönes Erlebnis. Mal hatten wir Steilküsten, schöne Sandstrände und Regenwälder. Es war sehr abwechselungsreich und schön. Interessant war auch der Besuch im Redwood Nationalpark. Ein Sparziergang durch einen Wald mit hunderten Riesenbäume, die alle über 100 m hoch waren und einen Umfang von 20 m hatten. Eine phantastische Natur.


Typisch für die Westküste sind die einzelnen Felsen vor der Küste

Lange Sandstrände

Sanddünen bis hundert Meter Höhe 



Nebel an der Küste ist alltäglich


Der größte Baum im Redwood






Desto weiter wir nach Norden kamen um so kühler wurde es, wir haben auch einige Abende beim Rotwein am warmen Lagerfeuer verbracht, war aber auch schön.


Ich soll’s ja nicht erwähnen, aber ich tue es doch, Ab San Fransisco bis Vancouver ist Heide und Horsts Tochter Susanne mit gefahren. Es war sehr erfrischend und angenehm. Susanne hatte auch die gute Idee mit dem Lagerfeuer.

Wir sind dann hoch in den nordwestlichen Zipfel der USA gefahren, es wurde leider immer regnerischer, und haben uns dann kurzfristig entschieden, nicht nach Seattle, sondern mit der Fähre zur Insel Vancouver, und von da aus weiter nach Vancouver zu fahren.

39. Bericht vom 20. bis zum 31.07.07 Vancouver Island, Vancouver und Alaska Highway.

Wir landeten mit der Fähre in Victoria, der Hauptstadt von British Columbia.

Die Grenzabfertigung ging für uns ganz einfach über die Bühne. Nur Horst
hatte wieder Pech, sein Wohnmobil wurde von 2 Grenzern auf den Kopf
gestellt, es wurde nach Früchten, Fleisch und Gemüse gesucht. Da es schon
Mitternacht war, haben wir auf einem Parkplatz in der Nähe des Hafens
ruhig und sicher übernachtet.

Am nächsten Tag haben wir uns die wohl britischste Stadt außerhalb GB
angeschaut. In Duncan, einer kleinen Stadt am Meer haben wir  die
berühmten Totem Pfähle besucht. Victoria ist eine schöne Hafenstadt mit
vielen Sehenswürdigkeiten die ich nicht alle aufführen möchte, aber dafür
einig Bilder gemacht habe

Das Parlamentsgebäude aus dem Jahre 1898 

Das Empress Hotel

Ein alte Zugbrücke

Am Nachmittag sind wir weiter gefahren, um uns die sehr schöne Insel
anzuschauen. In Duncan, einer kleinen Stadt am Meer, haben wir uns die
berühmten Totem Pfähle angeschaut.

Auf einem schön gelegenen Campingplatz am Meer haben wir ruhig übernachten
können. Leider hat es in der Nacht angefangen zu regnen und es hörte nicht
mehr auf. Bei dem Wetter hatten wir keine Lust uns die Insel anzuschauen und sind
deshalb gegen Mittag mit der Fähre nach Vancouver rüber gefahren. Dank
Lois, einer Freundin von Doro Munke aus Hannover, haben wir in City Nähe
einen guten Campingplatz gefunden. Lois, die ich schon in Hannover kennen
gelernt habe, zeigte uns bei schönem Wetter ihre sehr, sehr schöne Stadt.
Wir fuhren mit dem Sea Bus und auf dem Harbur Centre Tower, gingen durchs
Chinatown und besuchten den wunderschönen Stanley Park.

Skyline von Vancouver

Canada Place mit dem Canada Pavillon der Expo 1986

Totempfähle im Stanley Park 

Ein Waschbär in StanleyPark

Das Wetter wurde immer besser. Da wir 4 Tage Zeit hatten, haben wir
Ausflüge in die nähere Umgebung von Vancouver gemacht und so gleich einen
guten Eindruck von der Schönheit Kanadas bekommen.

Bild vom Burnaby Mountain zum Burrard Inlet

An einem Abend sind wir von Lois in ihr Haus zum Essen eingeladen worden.
Ihre Tochter Laura hatte zu unserer Überraschung einen vorzüglich
schmeckenden Sauerbraten zubereitet. Danke Lois, danke Laura.

Lois

Von Vancouver aus sind wir dann erst auf dem Highway 7 und später auf dem
HW1 in Richtung Norden gefahren. Wir fuhren durch wunderschöne aber auch
weite Landschaften. Der Weg durch den Fraser Canyon begeisterte uns alle.

www.wohnmobil-helden.de/Wohnmobil-Kanada.html">Wohnmobile in Kanada</a> gibt es bei wohnmobil-helden.de.

Von Quesnel aus haben wir einen Abstecher nach Bakersville gemacht. Hier
wurden wir in einem Museumsdorf in das Jahr 1870 zurück versetzt.
Bakersville war in der Goldrauschzeit die größte Stadt nördlich von San
Fransisco und wurde von Goldsuchern aus der ganzen Welt bewohnt.

Main Street in Bakersville

Main Street

Main Street

China Town

Es ging dann über Prince George nach Dawson Creek und der Alaska Highway
begann. Eine gute Strasse, die durch den Nordwesten von Kanada nach Alaska
führt. Unterwegs sahen wir schöne Seen, Flüsse, Wasserfälle, Elche, Bären
und Bisons. Trotz der doch sehr langen unbewohnten Strecken wurde es nie
langweilig.

Der Alaska Highway

Ein See am Alaska Highway

Ein 42 m langer Truck auf dem Alaska Highway

Ein junger Caribou auf dem Alska Highway

Eine Cariboukuh

Bisons am Alaska Highway

Ein Schwarzbär an der Strasse

Wir sind jetzt in Watson Lake, einer alten Goldgräberstadt. Hier werden wir uns 2 Tage ausruhen, und dann nach Alaska fahren.

Die Campingplätze unterwegs lagen meistens an schönen Seen oder
Flussufern.

Campingplatz an einem schönem See am Alaska Highway

Sie waren einfach, aber mit guter Infrastruktur und im
Gegensatz zu den USA, preiswert.


40. Bericht vom 31.06. bis zum 07.07.2007 Alaska Highway und Alaska.

In Watson Lake gibt es eine Besonderheit, seit 1942 nageln Besucher aus der ganzen Welt an vorbereiteten Holzpfählen, Orts- und Kfzschilder. Seit dem 31.06.2007 hängt dort auch aus Hannover ein Schild. Dieses Schild habe ich von einem freundliche Mitarbeiter der Zulassungsstelle Hannover dafür bekommen.


Günter Günter mit Hannover -Schild und 55 000 anderen Schildern

Der Schilder Wald

Von Watson Lake aus sind wir weiter nach Whitehorse gefahren, auch eine alte Goldgräberstadt in der man ein Wasserkraftwerk gebaut hat. Am Staudamm hat man später eine Fischleiter installiert, um den Lachsen den Weg über den Staudamm zu ermöglichen. Von Anfang August bis September kommen hier Massen von Lachsen an, um in Ihre Laichgebiete zu schwimmen. Wir hatten leider Pech, am 01.08. kam ein Lachs die Leite hoch. Wir werden aber auf der Rückfahrt nochmals die Leiter besuchen und hoffen dann mehr Glück zu haben.

Die Fischleiter

Von Whithehorse aus sind wir über den Alaska HW und HW 7 nach Haines, unserer ersten Station in Alaska. Unterwegs haben wir die ersten Grislybären und noch mal einen Schwarzbär in freier Wildbahn gesehen. Wir sind vorbei gefahren an Gletscher und haben an Seen übernachtet.


Unsere ersten Grislybären, Sie liefen einige Hundert Meter neben unsere Fahrzeuge.


Der Schwarzbär

Unterwegs waren viele Gletscher zu sehen

Vorbei an Bergseen

Campen am See

Die Grenzabfertigung war sehr einfach, es ging ohne große Formalitäten in die USA und hatten somit unser Ziel Alaska erreicht. An dem Willkommenschild gab es unter uns sieben eine kleine Freudenfeier. Es war ein schönes Gefühl, nach 13 Monaten und 45 000 Km Alaska erreicht zu haben. Wir waren alle sehr Stolz auf unsere Leistung.

Wir Sieben in Alaska

In Haines haben wir 3 Tage auf einem sehr schönen Platz gestanden, uns ausgeruht, Indianertänze angeschaut und die Seele baumeln lassen.

Außerdem haben wir Rosi und Kurt aus der Schweiz getroffen, die wir von unserer Asienreise her kennen, es war ein freudiges Wiedersehen.

Das Wetter war erstaunlich gut, mit viel Sonne und Temperaturen bis 22°

Von Haines aus sind wir wieder zurück zum Alaska HW und weiter über Tok nach Valdez gefahren. Unterwegs haben wir den Worthington Gletscher angefasst.

Der Worthington Gletscher

Das Gletscher Ende ganz nah an der Strasse nach Valdez

Valdez ist Weltweit bekannt geworden durch das große Tankerunglück 1989. Damals flossen 41 Mill. Liter Öl in den Prinz William Sound und alles Leben wurde in den Gewässern vernichtete. Heute, nach 18 Jahren, merkt man Gott sei Dank von dieser Katastrophe nichts mehr.

Eine Schifffahrt auf dem Sount ist ein Erlebnis vom Schönsten. Es ist wieder mal ein Höhepunkt unserer Reise geworden. Wir fuhren mit dem Schiff sehr nah an die Gletscher Columbia und Meares heran, konnten sie kalben sehen und die Eisberge im Wasser beobachten. Dabei war es sehr schön anzusehen wie die Seeotter und Seelöwen im Wasser und auf dem Eis spielten. Außerdem konnten wir auf der Rückfahrt Wale und Weiskopfadler beobachten.

Am Columbia Gletscher

Der Meares Gletscher

Seeotter auf dem Eisberg

Seehunde auf dem Eis

41. Bericht vom 08. Bis zum 14.07.2007 Alaska, Valdez, Anchorage und Homer
In Valdez hatten wir leider ein negatives Erlebnis. Von deutschen
Touristen wurde uns erzählt, dass an der anderen Seite der Bucht viele
Bären und springende Lachse zu sehen sind. Mit meinem Fahrzeug sind wir
dann alle die 20 Meilen zur anderen Seite gefahren. Was wir hier gesehen
haben waren tausende toter Lachse, die bis zu ihrem Tod gekämpft haben, um
bei Ebbe über ein Flusswehr eines Wasserkraftwerks zu kommen. Es ist ihnen
nicht gelungen und der Anblick war grauenhaft. Viele tausend Lachse lagen
tot vor dem Wehr im seichten Wasser und Möwen waren dabei, ihnen die Augen
auszuhacken und sie zu fressen. Sogar bei den noch lebenden Fischen.
Einen Schwarzbär haben wir auch gesehen, der aber zu faul war die Lachse zu
fangen. Er fraß nur tote Fische, auch kein schöner Anblick. Herbert hatte
nach diesem Erlebnis kein Bedürfnis mehr, in den nächsten Wochen zu angeln.


Die Lachse versuchen das Wehr zu überwinden, die Möwen stehen links und
warten.

Von den Möwen werden nur die Augen gefressen.

Ein Schwarzbär sucht die toten Fische.

und frisst sie.

Von Valdez aus sind wir nach Anchorage, der größten Stadt in Alaska
gefahren. Ich habe hier in einer Fordwerkstatt meine fällige 50 000 km
Inspektion machen lassen.Dort wurde mir mitgeteilt, dass mein Fahrzeug
tiptop in Ordnung ist. Außer Luft-, Diesel- und Ölfilter brauchte nichts
erneuert zu werden. Ich bin bis jetzt sehr zufrieden mit meinem LMC, ein
gutes Fahrzeug.

Da ich mit der Inspektion und dem Einbau eines neues Radios den ganzen Tag
in der Werkstatt, war habe ich von der Stadt nicht viel gesehen. Bei sehr
schönem Wetter sind wir dann über eine landschaftlich sehr schöne Strasse
gefahren.

Ein Gletscher, nicht weit von der Strasse entfernt.

Eine wunderschöne Bergwelt

Eine Wiese voller Blumen

Unterwegs haben wir im Captain Cook National Park auf einem einfachen
Campingplatz übernachtet.Wir haben den langen Abend (bis 23.30 Uhr hell)
bei einem guten Rotwein aus Chile, an einem Lagerfeuer verbracht.Es war
ein sehr schöner Abend.

Die Hauptstadt der Halibutfischer

Homer ist der westlichste Punkt unserer Reise. Eine Stadt, die vom
Fischfang und von Touristen lebt. Die meisten Amerikaner kommen hier her,
um in der sehr fischreichen Bucht aber auch in den Flüssen der näheren
Umgebung zu angeln. Wobei man wissen sollte, dass man nur 2 Fische fangen
darf. Die Tageslizenz kostet schon 20 Dollar, wenn man mit einem Boot
rausfährt kostet es nochmal 200 Dollar extra. Wir haben für 20 Dollar
frischen Lachs im Restaurant gegessen, war lecker. Mit unseren Fahrzeugen
haben wir direkt am Wasser gestanden, da es wieder warm war und auch noch
lange hell. Wir haben am Strand ein schönes Lagerfeuer gemacht und den
Rest des Weines ausgetrunken.

Stellplatz am Strand

Ursel, Hans und Horst am Lagerfeuer

Am nächsten Tag sind wir in eine urige Kneipe gegangen. In dieser Kneipe
hängen an Wänden, Balken, Türen und Decken viele tausend noch gültige
Eindollarscheine mit den Namen und Adressen von Touristen die alle hier
waren. Auch ich habe einen Schein angebracht mit dem Namen meiner Website.

Die Kneipe

An der Theke der Kneipe

Viele Dollarscheine mit Adressen an der Wand, insgesamt über 40 000

Mein Dollarschein

42. Bericht vom 15. bis zum 24.08.2007 Seward, Denali Park, Fairbanks und Chena mit Hot Springs

Von Homer aus sind wir zur Ostseite der Halbinsel Kenai gefahren, um hier
Seward zu besuchen. Seward ist ein typischer Ort für Hochsee- und
Uferangler. Hier trifft sich alles was auf Lachse und Halibut geht. Auf
dem Campingplatz am Wasser standen wir nur unter Anglern, die täglich mit
ihren mitgebrachten oder auch gecharterten Booten rausfuhren und große
Fische mitbrachten. (siehe Foto)

Die Hin- und Rückfahrt war sehr schön, unterwegs konnten wir immer wieder
Weißkopfadler beobachten.


In Anchorage haben wir wieder etwas außerhalb einen Campingplatz gefunden.
Ich bin dann mit meinem Auto, Ursel und Hans sind mitgefahren, in die Stadt
gefahren. Auf einem Parkplatz, der in einem offiziellen Stadtplan
ausgezeichnet war, habe ich mein Auto geparkt. Nach einem Museumsbesuch und
einem kurzen Stadtbummel, etwa nach 3 Stunden, sind wir zum Parkplatz
zurückgekommen und siehe da, mein Auto war nicht mehr da. Ich war
fürchterlich erschrocken und konnte es gar nicht fassen, dass jemand mein
deutsches Wohnmobil geklaut hatte. Das Erste was ich dachte war,die Reise
ist beendet, wie komme ich nach Hause, mein schöner LMC ist weg.

Eine freundliche Dame erklärte uns, dass dies ein privater Parkplatz sei
und sie würde uns zum Büro der Parkplatzverwaltung bringen. Hier erfuhren
wir, dass das Unglaubliche passiert war, das gut erkennbare deutsche
Wohnmobil war nach 1 Stunde Parkdauer abgeschleppt worden. Der Parkplatz
hatte vorher und auch danach noch viele freie Abstellplätze. Alles reden
und diskutieren war ergebnislos. Auch das Telefongespräch mit dem Manager
Dan Revnolds von dem Unternehmen PTP Managerment, Inc, hat zu nichts
geführt,da er vor Beendigung des Gespräches den Hörer auflegte. Ich musste
360 US-Dollar für das Abschleppen meines Wagens bezahlen. Liebe Leute
passt auf wenn ihr nach Anchorage kommt, sehr gastfreundlich sind die dort
nicht. Ich wurde nach 48 Jahren das erste Mal abgeschleppt, obgleich ich
schon oft falsch geparkt habe.

Mit ein wenig Wut im Bauch und um 360 Dollar ärmer, fuhren wir bei
schönstem Wetter zum Denali Park. Wir hatten das große Glück, sehr früh
schon den höchsten Berg Nordamerikas, den McKinley 6140 m, bei strahlend
blauem Himmel zu sehen.

Von Talkeetna aus haben wir einen Rundflug über das Gebirge im Denali Park
gemacht. Es war einfach fantastisch bei so schönem Wetter wie wir es
hatten, diese Bergwelt zu überfliegen. Die Fotos können nicht alles
wiedergeben.



Nach diesem so schönem Erlebnis sind wir dann in den Denali Park gefahren,
haben im Park auf einem Campingplatz trocken ( das heißt, ohne Strom und
Wasser) wunderbar übernachtet. Am nächsten Tag haben wir die einzige
Möglichkeit genutzt, mit dem Bus in den Park zu fahren. Wenn man zu Fuß
rein will, muss man sich Wochen vorher anmelden. Die Fahrt durch den Park
mit dem Bus dauerte 8 Stunden. Der Bus hielt überall wo Tiere zu sehen
sind und man konnte aussteigen zum Fotografieren. Zu Beginn der Fahrt war
selten ein Tier zu sehen, mal in der Ferne ein Bär oder Caribou. Später
wurde es allerdings besser, die Tiere kamen näher, allerdings nicht so nah
wie wir sie auf den normalen Strassen gesehen hatten.



Es ist ein reines Touristengeschäft, wir haben mehr Busse als Tiere
gesehen.
Allerdings fuhr der Bus durch eine wunderschöne, sich jetzt schon
herbstlich färbende Landschaft.


Vom Park aus ging es dann weiter zu unserem eigentlichem Endziel der
Panamericana, nach Fairbanks. Das haben wir dann auch entsprechend
gefeiert.

Die Stadt selbst ist sehr sauber, hat aber neben einem schönen
Alaskamuseum und einem schönen Eskimodenkmal nicht viel zu bieten.

Besonders aufgefallen sind uns, im Gegensatz zu Anchorage, die überaus
freundlichen Menschen. Sobald man irgendwo ratlos herumsteht, kommt sofort
jemand und fragt: can I help you? Das ist mir mehrere Male passiert.

Nach 2 Tagen Aufenthalt sind wir zu einem Hot Springs in Chena, etwas nordöstlich von Fairbanks gefahren, um uns so richtig in diesem gesunden
sehr heißen Wasser, das tief aus der Erde kommt, zu aalen. Von hier aus
sind wir dann nach Tok, unserer letzten Station in Alaska gefahren.
Unterwegs haben wir an der Strasse 2 große Elche gesehen.








43. Bericht 24.08. bis zum 01.09.2007 Dawson City, Dempster Highway, Inuvik und Tuktoyaktuk am Eismeer.

Auf der Fahrt nach Dawson City haben wir kurz in Chicken, einer alten
Goldgräberstadt angehalten. Hier konnte man kostenlos mit einer geliehenen
Pfanne Gold waschen, leider habe ich nichts gefunden. Chicken war dann der
letzte Ort vor der kanadischen Grenze.


Noch einige Sätze über diese Jahreszeit in Alaska. Einer unserer früheren
Reiseteilnehmer hatte uns in Südamerika gesagt, dass es im August viel zu
spät sei dort hin zu fahren. Wir können nur sagen, der August ist ein
hervorragender Monat um nach Alaska zu fahren. Das Wetter war durchgehend
schön und es gab keine Probleme gute Campingplätze zu finden.

Der Grenzübergang war wieder sehr einfach und so konnten wir runter nach
Dawson City fahren. Hier wurden gerade die Weltmeisterschaften im
Goldwaschen ausgetragen (was es nicht alles gibt). Einige deutsche
Teilnehmer lagen ganz gut im Rennen.

Am nächsten Tag haben wir uns entschieden, das letzte Abenteuer unserer
langen Reise anzugehen. Wir sind auf dem Dempster HYW nach Inuvik
gefahren. Die Fahrt auf dieser berüchtigten Schotterstrasse, eine Strecke
731 km, war wieder mal ein Höhepunkt unserer Reise. Wir fuhren durch eine
Landschaft , in der es gerade anfing Herbst zu werden. Die goldene, rote
und grüne Färbung der Pflanzen war eine wahre Farbenpracht. Das Wetter
spielte auch mit, wir hatten während der ganzen Zeit blauen Himmel und die
Sonne ging erst gegen 23.00 Uhr unter. Der Highway selbst war bis auf
wenige Ausnahmen, gut zu befahren. Wer einmal in Südamerika und Asien
gefahren ist, kann über diese Schotterstrassen nur lachen, keine Probleme.

Der Dempster Highway

Die herbstlich gefärbte Tundra

Eine wunderschöne Landschaft

Fast wie in der Heide nur viel größer

Am Polarkreis in Kanada

Nach 731 km, 2 Fährfahrten über Peel River und den Mackenzie sind wir in
Inuvik, einer Eskimo Siedlung, 80 km vor dem Eismeer angekommen. Hier
leben überwiegend Inuiten und Denen. Leider kann man hier keine
traditionell lebenden Eskimos mehr antreffen. Sie leben in festen
Holzhäusern, haben Autos, Fernsehen und Handys. Es gibt Supermärkte und
Restaurants, in denen es allerdings keinen Alkohol gibt. Ich habe auch
keine betrunkenen Eskimos gesehen. An einem Tage unseres Aufenthaltes
haben wir uns den kostspieligen Spaß erlaubt und sind mit einem
Wasserflugzeug zur Inuk-Siedlung Tuktoyaktuk geflogen. Die Siedlung liegt
direkt am Eismeer und ist nur über Wasser oder Luft zu erreichen. Hier
leben etwa 1000 Eskimos die vom Fischfang und einer Ölgesellschaft, die
hier im offenen Meer Öl gefunden hat, leben. Leider auch keine
traditionellen Behausungen. Der Hinflug ging über eine Landschaft mit
vielen kleinen Seen und einer herbstlich gefärbten Tundra. Zurück sind wir
über das zweitgrößte Flussdelta der Erde geflogen, das Mackenzie Delta.

Morgens beim Frühstück kam ein Fuchs auf den Campingplatz in Inuik

Das Wasserflugzeug

Kleine Seen und die gefärbte Tundra

Hurra, ich bin am Eismeer


Die Eskimosiedlung am Eismeer, Tuktoyaktuk

Die Kirche in Tuktoyaktuk


Das Mackenzie Delta

Als wir zurück kamen haben wir gegrillt und bis 23 Uhr am Lagerfeuer
gesessen. Gemeinsam mit Eric und Axelle aus Belgien, die mit einem selbst
ausgebauten Vanhollbus und ihren 4 Kindern, alles Jungens im Alter
zwischen 7 und 14 Jahren, schon 17 Monate unterwegs waren und die gleiche
Route wie wir gefahren sind. Auch mit dabei waren Sabine und Michael aus
Altenstadt/Hessen, die schon 6 Wochen mit dem Motorrad unterwegs waren.

Weltenbummler am Lagerfeuer

Am nächsten Tag sind wir wieder durch diese noch bunter gewordene
Landschaft, innerhalb 2 Tagen auf dem Dempster HWY, zurück nach Dawson
City gefahren.

Als wir den Dempster HWY verlassen haben, ist bei Horst seinem Wohnmobil zum 2. Mal die Vorderfeder gebrochen. Nachdem uns in einer guten Werkstatt mitgeteilt wurde, dass hier für kein Ersatz in Kanada zu beschaffen sei, hat Horst die Feder bei Mercedes in Deutschland bestell, sie wird von UPS allerdings erst in 14 Tagen geliefert. Ich habe für mich entschieden, dass ich hier in Dawson City mit Horst warte und wir dann nach der Reparatur gemeinsam nach Halifax fahren. Von Halifax aus werden die Fahrzeuge am 28.10. nach Bremerhafen verschifft.

Dieses ist der Abschlussbericht von einer Traumreise. Vier von sieben Fahrzeugen haben es geschafft, nach einen von mir ausgearbeiteten Zeitplan, das Ziel -Alaska- in der vorgegebenen Zeit zu erreichen. Wir sind alle sehr froh und glücklich unser Ziel ohne große Probleme erreicht zu haben.

Für Fragen zur Reise stehe ich gerne zu Verfügung, entweder über Mail g.limbach@gmx.de oder Telefon: Nr. 004917662127776. Telefonisch bitte erst nach dem 1.Dezember

Ich danke allen Lesern für Ihr Interesse und allen die sich in mein Gästebuch eingetragen haben. Tschüss, wir sehen uns

Außerdem möchte ich mich bei meinen Sponsoren LMC-Caravan und meinem Haendler Hujer in Altwarmbuechen bedanken.

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